16 April 2024

Die ZSC Lions gewinnen Spiel 1 der Playoff-Final-Serie

Die ZSC Lions gehen im Playoff-Final gegen Lausanne wie erwartet 1:0 in F├╝hrung. Der 2:1-Sieg gegen Lausanne ist ein hartes St├╝ck Arbeit mit Goalie Simon Hrubec und Traumt├Ąnzer Derek Grant als Matchwinnern.

Ohne zu brillieren blieben die ZSC Lions auch im neunten Spiel in diesen Playoffs der National League ungeschlagen. Sie waren ├╝ber weite Strecken nicht besser als Lausanne, aber am Ende eine Spur abgekl├Ąrter.

Simon Hrubec wurde f├╝r die Z├╝rcher auf ungewohnte Weise zu einer Art Matchwinner. Der tschechische Goalie handelte sich in der 25. Minute mit einem missgl├╝ckten Befreiungsversuch eine Zweiminutenstrafe ein. Dieses brachte jedoch nicht eine 1:0-F├╝hrung f├╝r Lausanne, sondern (endlich) die notwendige Finalintensit├Ąt bei den Lions.

Bis da – und vor allem zum Start des Mitteldrittels – war Lausanne n├Ąmlich die engagiertere Mannschaft und h├Ątte eine h├Âhere F├╝hrung als das 1:0 durch Damien Riat nach dem ersten Abschnitt verdient gehabt. Das missgl├╝ckte Powerplay zog ihnen aber irgendwie den Stecker, w├Ąhrend die Z├╝rcher sich frei k├Ąmpften.

Noch vor Ablauf des eigenen ├ťberzahlspiels kassierte Lausannes Jiri Sekac seinerseits eine Strafe, und kaum war er zur├╝ck auf dem Eis, lenkte Chris Baltisberger einen Schuss von Yannick Weber von der blauen Linie zum Ausgleich ab. Das Highlight der Partie folgte nur drei Minuten sp├Ąter. Der Kanadier Derek Grant eroberte in der eigenen Ecke mit einem kernigen Check den Puck, kurvte dann ├╝ber das ganze Feld und bezwang Lausannes erneut stilsicheren Goalie Connor Hughes zum 2:1.

Da sich dessen Gegen├╝ber Hrubec (insgesamt 34 abgewehrte Sch├╝sse) keinen weiteren Lapsus leistete, war dies bereits das Siegtor. Es war ein guter Lohn f├╝r ein vor allem zu Beginn recht schlappes Z├╝rich. Einen Tag, nach dem der Sechsel├Ąuten-B├Â├Âgg nicht angez├╝ndet werden konnte, fehlte auch im wie immer in diesen Playoffs ausverkauften Eisstadion in Altstetten etwas das Feuer. Die Lions verf├╝gen allerdings in diesem Jahr ├╝ber so viel Klasse und Stabilit├Ąt, dass auch an einem weniger guten Tag gewinnen.

Mindestens bis zur 25. Minute und dem Powerplay, das ihm etwas den Rhythmus brach, war Lausanne das bessere Team mit mehr Energie gewesen. Das 1:0 fiel zwar in ├ťberzahl, war aber nicht typisch. Goalie Hughes riskierte bei einem Ausflug Kopf und Kragen, lancierte aber geistesgegenw├Ąrtig einen Konter, den Riat kaltschn├Ąuzig abschloss. Bei einer Druckphase zu Beginn des Mitteldrittels hatten die Waadtl├Ąnder zudem Pech, als erneut Riat nur die Latte traf.

(text:sda/bild:keystone)