27 August 2022

Uno-Verhandlungen ├╝ber Hochsee-Abkommen erneut gescheitert

Die Verhandlungen der Uno-Mitgliedsstaaten ├╝ber ein Hochseeabkommen zum Schutz der Weltmeere sind erneut gescheitert.

Die zweiw├Âchigen Verhandlungen gingen am Freitagabend in New York ohne Einigung zu Ende. „Obwohl wir hervorragende Fortschritte gemacht haben, brauchen wir noch etwas mehr Zeit, um die Ziellinie zu erreichen“, sagte die Konferenzleiterin Rena Lee.

Die Verhandlungen sollen zu einem sp├Ąteren Zeitpunkt wieder aufgenommen werden. Ein Termin steht aber noch nicht fest.

Die Uno-Mitgliedsstaaten hatten Mitte August nach vier erfolglosen Anl├Ąufen ihre Verhandlungen ├╝ber ein Hochseeabkommen zum Schutz der Weltmeere wieder aufgenommen. Nach Angaben aus Diplomatenkreisen waren die Gespr├Ąche zwar zwischenzeitlich gut vorangekommen, einige Streitfragen blieben aber ungekl├Ąrt.

Als Hochsee oder Hohe See werden rund 60 Prozent der Weltmeere bezeichnet, die nicht unter die ausschliessliche Wirtschaftszone eines Staates fallen, da sie weiter als 370 Kilometer von der n├Ąchsten K├╝ste entfernt sind. Derzeit wird nur etwa ein Prozent der Hochsee durch internationale Abkommen gesch├╝tzt.

Umweltschutzorganisationen hatten den Abschluss eines Abkommen angemahnt, um die Weltmeere angesichts der Gefahren durch Erderw├Ąrmung, Verschmutzung und ├ťberfischung besser zu sch├╝tzen. Die Ozeane produzieren die H├Ąlfte des Sauerstoffs in der Erdatmosph├Ąre und nehmen einen erheblichen Teil des Kohlendioxids auf, das durch menschliche Aktivit├Ąten ausgestossen wird.

(text:sda/bild:unsplash)