11 Oktober 2023

UniversitÀt Bern stellt Dozenten nach umstrittenen Posts frei

Die UniversitÀt Bern hat den Dozenten freigestellt, der sich in zwei Online-BeitrÀgen auf X (ehemals Twitter) positiv zum Hamas-Angriff geÀussert hatte. Die Postings des Dozenten seien inakzeptabel, teilte die Uni Bern mit.

Der Dozent, welcher dem Institut fĂŒr Studien zum Nahen Osten und zu muslimischen Gesellschaften angehört, werde „aufgrund einer eingehenden Beurteilung der Sachlage mit sofortiger Wirkung bis zur abschliessenden KlĂ€rung der Konsequenzen“ freigestellt, teilte die UniversitĂ€t der Nachrichtenagentur Keystone-SDA am Mittwoch mit.

Die AbklĂ€rungen wĂŒrden eine gewisse Zeit in Anspruch nehmen, hiess es. Voraussichtlich werde Anfang nĂ€chster Woche wieder kommuniziert. Die UniversitĂ€t Bern nehme die Situation sehr ernst.

Die UniversitĂ€t ist sehr betroffen vom Grossangriff der Hamas und der weiteren Eskalation der Gewalt in der Region, wie sie weiter mitteilte. Sie verurteile jegliche Art von Gewalt und deren UnterstĂŒtzung. Damit wiederholte die Uni bereits am Dienstag gemachte Aussagen auf X (ehemals Twitter).

Die Äusserungen des Dozenten auf X werden auch zu einem Fall fĂŒr die Berner Justiz. Die Staatsanwaltschaft werde den Sachverhalt auf seine strafrechtliche Relevanz hin prĂŒfen, sagte Christof Scheurer, Informationsbeauftragter der Generalstaatsanwaltschaft des Kantons Bern, auf Anfrage und bestĂ€tigte somit eine Information des Nachrichtenportals 20min.ch.

Der Dozent soll laut „20 Minuten“ ĂŒber den Hamas-Überfall gesagt haben, es sei das beste Geschenk, das er vor seinem Geburtstag bekommen habe. In einem weiteren Post soll er ein Video des Hamas-Überfalls mit den Worten „Shabbat Shalom“ („Friede sei Sabbat“) kommentiert haben. Die Online-BeitrĂ€ge wurden unterdessen gelöscht.

(text:sda/bild:keystone)