21 April 2021

Uni Bern: Präventionskampagne gegen sexuelle Belästigung

«Wer zu nah kommt, geht zu weit», so lautet das Motto der Aktionswoche der Universität Bern gegen sexuelle Belästigung. Ziel der Kampagne ist es, die universitäre Kultur des gegenseitigen Respekts zu fördern und einzufordern und auf Unterstützungs-massnahmen aufmerksam zu machen.

Die Universität Bern setzt sich für ein diskriminierungsfreies Umfeld ein und duldet keine sexuellen Belästigungen. Erfolgreiches Lernen, Forschen und Lehren gelingt in einem Klima des Vertrauens und des gegenseitigen Respekts. Die Universität Bern ist auch gesetzlich verpflichtet, ihre Angehörigen vor Belästigung und Übergriffen zu schützen. Nach einer ersten Präventionskampagne 2016 sowie der kurzfristigen Verschiebung 2020 aufgrund von Corona sensibilisiert die Universität ihre Studierenden und Mitarbeitenden deshalb erneut in einer Aktionswoche. Diese beginnt am Freitag, 30. April und dauert bis zum 7. Mai.
Die Universität Bern verfolgt eine Nulltoleranzpolitik

«Wir kommunizieren die Nulltoleranzpolitik der Universität Bern in regelmässigen Abständen – ohne konkreten Anlass», sagt Silvia Schroer, Vizerektorin Qualität der Universität Bern. «Durch die wiederkehrende Information und Diskussion verändern sich Erwartungen, Wahrnehmungen und Verhaltensweisen», so Schroer. «Zudem kommen und gehen an einer Universität Mitarbeitende und Studierende – die hohe Fluktuation heisst auch, dass manche Themen nie als erledigt gelten können». Um eine Auseinandersetzung mit der Thematik anzuregen, setzt die diesjährige Aktionswoche auf Interaktion: Kernstück sind ein interaktives online-Forumtheater und interaktive Rundgänge der Theatergruppe «KonflikTüren», die zusammen mit dem National Coalition Building Institut Bern (NCBI) entwickelt und auf den Hochschulkontext zugeschnitten wurden. «Diese Formate beziehen das Publikum aktiv mit ein und ermutigen, die eigenen Grenzen zu erkennen und deutlich zu machen, Zivilcourage für sich und andere zu zeigen und schwierige Situationen zu entschärfen», erläutert Lilian Fankhauser, Co-Leiterin der universitären Abteilung für die Gleichstellung von Männern und Frauen und Organisatorin der Kampagne.

Neben diesen spielerischen Ansätzen geben in der Aktionswoche Professorin Judith Wyttenbach und Professor Martino Mona von der Rechtswissenschaftlichen Fakultät in digitalen Mittagsvorträgen Einblicke in juristische und menschenrechtliche Aspekte sexueller Belästigung. In einem digitalen Workshop vertiefen Uni-Angehörige, vor allem Vorgesetzte, wie im Fall sexueller Belästigung vorgegangen werden kann und werden informiert, welche externen und internen Ansprechstellen welche Art von Hilfeleistung bieten.
Die diversen Veranstaltungen der Aktionswoche richten sich in erster Linie an Studierende und Mitarbeitende, die digitalen Veranstaltungen können aber auch von interessierten Externen besucht werden. Alle Informationen und Anmeldungsformulare sowie einige Video-Clips finden sich hier.

(text:pd/bild:unsplash)

Veranstaltungen:

Im Moment sind keine Veranstaltungen geplant.

Bitte schauen Sie später wieder vorbei!