23 Dezember 2025

Uneinigkeit zu allfälligen Ersatzwahlen nächstes Jahr in Thun

Sollte der amtierende Thuner Stadtpräsident Raphael Lanz im Frühling in den Regierungsrat gewählt werden, plant die Stadt Thun für Juni 2026 Ersatzwahlen. Die gewählte Person würde das Stadtpräsidium jedoch nur bis Ende des Jahres ausüben und müsste im Herbst bei den Gesamterneuerungswahlen erneut kandidieren.

Dieses Vorgehen stösst bei den linken Parteien auf Kritik. Der Thuner SP-Stadtrat Martin Allemann sagt: „Es ist reine Machtpolitik des bürgerlichen Gemeinderats, dass man diese Ersatzwahlen durchführen will. So will man verhindern, dass die amtierende Vizepräsidentin das Amt von Raphael Lanz nächstes Jahr für eine gewisse Zeit übernimmt. Die Verordnung schreibt die geplanten Ersatzwahlen nicht vor, das zeigt der Gemeinderat selber auf.”

Die SP-Gemeinderätin Katharina Ali-Oesch ist derzeit Vizepräsidentin und könnte nach Ansicht von Allemann das Stadtpräsidium von April bis Ende Jahr interimistisch übernehmen. Er hält dieses Vorgehen für sinnvoll, damit nicht für nur wenige Monate eine neue Person gewählt werden muss, nach Martina Allemann könnte der Gemeinderat so vorübergehend aus vier statt fünf Mitgliedern bestehen.

(text:pmu/bild:stadtthun)