28 Oktober 2023

UN-Resolution und Angriffe auf Gazastreifen – Die Nacht im Überblick

Die am Freitag (Ortszeit) in New York angenommene UN-Resolution erreichte in der Vollversammlung die notwendige Zweidrittelmehrheit. Die nun verabschiedete Resolution verurteilt unter anderem jegliche Gewalt gegen die israelische und palĂ€stinensische Zivilbevölkerung, fordert die sofortige und bedingungslose Freilassung aller „illegal festgehaltenen“ Zivilisten und verlangt ungehinderten Zugang fĂŒr humanitĂ€re Hilfe in den Gazastreifen. Ausserdem wird zu einer „sofortigen dauerhaften und nachhaltigen humanitĂ€ren Waffenruhe“ aufgerufen, die zur „Einstellung der Feindseligkeiten“ fĂŒhren solle.

Die humanitĂ€re Lage im Gazastreifen ist schon jetzt katastrophal – und könnte sich im Falle einer Bodenoffensive mit blutigen StrassenkĂ€mpfen zwischen WohnhĂ€usern, noch mehr Luftangriffen und möglicherweise auch Artilleriebeschuss nochmals verschĂ€rfen. Die PalĂ€stinensische Telekommunikationsgesellschaft erklĂ€rte zudem, dass nun auch alle Kommunikationsdienste und das Internet flĂ€chendeckend ausgefallen seien. Schuld sei die heftige Bombardierung durch die israelische Armee, teilte das im Westjordanland ansĂ€ssige Unternehmen Paltel mit.

Mehrere Hilfsorganisationen berichteten, den Kontakt zu ihren Mitarbeitern verloren zu haben. Der PalĂ€stinensische Rote Halbmond verlor den Draht zu allen Einsatzzentralen und Teams im Gazastreifen. Zu befĂŒrchten sei, dass die EinsatzkrĂ€fte keine medizinischen Notfalldienste mehr leisten könnten. Auch die Notrufzentrale sei von dem Ausfall betroffen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat nach eigenen Angaben ebenfalls keinen Kontakt mehr zu ihren Mitarbeitern und Einrichtungen.

(text:sda&chl/bild:keystone)