26 Januar 2022

Gemeinderat von Heimberg bedauert Bewilligung fĂŒr Bordell

Der Gemeinderat bedauert, dass der ehemalige Regierungsstatthalter von Thun die Umnutzung der BĂŒrorĂ€umlichkeiten von RenĂ© HĂ€ner in ein Prostitutionsgewerbe an der Winterhaldenstrasse 11 mit Gesamtbaubewilligung vom 22. Dezember 2021 bewilligte. Der Gemeinderat hatte dem Statthalter als zustĂ€ndige Bewilligungsbehörde seine Bedenken schriftlich mitgeteilt. Auch in GesprĂ€chen mit dem LiegenschaftseigentĂŒmer wurden die Bedenken der Gemeinde festgehalten.

Der Gemeinderat teilt die Bedenken der PetitionĂ€rinnen und PetitionĂ€re und hat ihnen dies im persönlichen GesprĂ€ch mitgeteilt. Gleichzeitig hat er den Regierungsstatthalter aufgefordert, die Petitionen als Einsprachen zu behandeln. Insbesondere die Frage der BeeintrĂ€chtigung des gesunden Wohnens und Arbeitens im Quartier durch besonders nachteilige Emissionen wie LĂ€rm und quartierfremder Verkehr beschĂ€ftigen den Gemeinderat. Auch fĂŒr die angrenzenden Wohnquartiere (Dornhaldenstrasse und Buechwaldstrasse) mit teils direktem Sicht- und Hörkontakt zur Liegenschaft kann das Einrichten und Betreiben eines Bordells mit Barbetrieb eine Einbusse an AttraktivitĂ€t bedeuten. In der Tat kann ein Bordell fĂŒr die ganze Gemeinde rufschĂ€digend wirken und somit wettbewerbshindernd sein.

Die Baukommission als zustÀndige Baupolizeibehörde hatte in ihrem Amtsbericht dem Regierungsstatthalter von Thun den sogenannten Bauabschlag (Verweigerung der Baubewilligung) beantragt.

Der Gemeinderat wird auch die noch fehlenden Bewilligungen prĂŒfen und – wo fachlich und sachlich gegeben – reagieren. Insbesondere gilt es sicherzustellen, dass prĂ€ventive, soziale und gesundheitsfördernde Massnahmen umgesetzt, Schutz und Kontrolle ausgeĂŒbt werden, aber auch, dass die Bevölkerung vor möglichen mit der Prostitution einhergehenden störenden Begleiterscheinungen geschĂŒtzt wird.

Update folgt…

(text:pd/bild:beo)