13 M├Ąrz 2023

Die Schweizer sind gegen eine AKW-Abschaltung bis 2037

Die Kernkraft hat einen grossen R├╝ckhalt in der Schweizer Bev├Âlkerung. Zu diesem Schluss kommt der “Blick” nach der Auswertung einer von der Zeitung beauftragten Umfrage.

Einer von der Zeitung “Blick” beauftragten Umfrage des Forschungsinstituts Sotomo zufolge sehen 55 Prozent der insgesamt rund 9000 befragten Stimmberechtigten aus der Deutsch – und Westschweiz eine wichtige Rolle der Atomkraftwerke bei der Behebung des Stromengpasses in der Schweiz.

Damit liegt die Kernkraft bei den Befragten auf Platz Drei hinter Solaranlagen an Geb├Ąuden mit 77 Prozent und grossen Windkraftanlagen mit 74 Prozent.

Gem├Ąss der Umfrage lehnen 64 Prozent der Befragten eine von den Gr├╝nen geforderte Abschaltung der AKW bis 2037 ab. 56 Prozent der Befragten sprachen sich “daf├╝r oder eher daf├╝r” aus, rasch neue Atomkraftwerken zu bauen, um die Stromversorgung zu sichern. 46 Prozent der Befragten bejahten die Frage nach staatlichen Hilfen f├╝r AKW-Betreiber, wenn sich der Betrieb nicht mehr rentiere. 51 Prozent waren dagegen.

Die 18-25-J├Ąhrigen stellten sich demnach mit 60 Prozent am deutlichsten gegen die AKW-Abschaltungen. ├ähnlich hoch war der Widerstand bei den 55-J├Ąhrigen. Die Altersgruppe dazwischen ├Ąusserte sich dem “Blick”-Artikel zufolge skeptischer.

Aber die Befragten ├Ąusserten sich auch positiv zum Ausbau erneuerbarer Energieanlagen. 60 Prozent der Befragten waren f├╝r eine Solarpanel-Pflicht bei gewerblichen und ├Âffentlichen Neubauten. Auch an Wohngeb├Ąuden sollten demnach k├╝nftig Solaranlagen installiert werden.

Zwei Drittel der Befragten unterst├╝tzen gem├Ąss der Umfrage den Ausbau der Wasserkraft in den Alpen durch Grossprojekte. Dabei spielte es keine Rolle, welcher Partei sie nahestanden. Die Zustimmung lag bei allen ├╝ber 50 Prozent.

(text:sda/bild:unsplash)