8 Mai 2021

Umfrage: 73 Prozent in der Schweiz wollen sich impfen lassen

Fast drei von vier Menschen in der Schweiz, n√§mlich 73 Prozent, wollen sich gegen Covid-19 impfen lassen. Das zeigt eine am Samstag in der Zeitung „Schweiz am Wochenende“ ver√∂ffentlichte Umfrage.

„Die Impfbereitschaft w√§chst rasant“, liess sich Co-Projektleiter Marcel Zbinden von der Hochschule Luzern von der Zeitung zitieren. Die Quote der 73 Prozent Impfwilligen liege √ľber den urspr√ľnglich anvisierten 60 Prozent.

Gem√§ss Umfrage wollen sich 73 Prozent mit der Impfung gegen das Coronavirus sch√ľtzen. In diesem Anteil enthalten sind auch jene Menschen, die bereits mindestens eine der beiden Dosen erhalten haben. 15 Prozent gaben an, noch keinen Entscheid gef√§llt zu haben, und 12 Prozent sprachen sich gegen die Impfung aus.

M√§nner wollen sich gem√§ss der Umfrage etwas mehr impfen lassen als Frauen, und in l√§ndlichen Regionen und Berggebieten wollen sich weniger Menschen impfen lassen als in den St√§dten und Agglomerationen. Auch Altersunterschiede gibt es: Bei den 18- bis 49-J√§hrigen ist die Impfbereitschaft kleiner als bei den √Ąlteren.

65 Prozent der Antwortenden bef√ľrworten Privilegien f√ľr Geimpfte, wobei die Zustimmung bei denen, die sich immunisieren lassen wollen, h√∂her ist. Sonderrechte f√ľr Geimpfte finden beim Fliegen, in der Pflege, an Grossanl√§ssen und bei Auslandreisen die meiste Zustimmung.

Am wenigsten akzeptiert w√ľrden Privilegien in Gesch√§ften und im √∂ffentlichen Verkehr. Voraussetzung f√ľr die Privilegien w√§re aber, dass die Impfung f√ľr alle Menschen im Land m√∂glich ist.

Das Institut f√ľr Kommunikation und Marketing der Hochschule Luzern und das Meinungsforschungsinstitut Link befragten zwischen 28. April und 4. Mai 1020 Personen in allen Landesteilen.

Am Freitag waren in der Schweiz mehr als eine Million Menschen vollst√§ndig gegen das Coronavirus geimpft. Das sind 11,7 Prozent der Bev√∂lkerung. Bis Ende Juni soll ein Zertifikat f√ľr Geimpfte, Genesene und k√ľrzlich negativ Getestete bereit sein. Realisiert wird es vom Bundesamt f√ľr Informatik und Telekommunikation (BIT).

(text:sda/bild:unsplash)