9 Januar 2024

Ukrainisches Milit├Ąr meldet viele Bodengefechte

Die ukrainischen Bodentruppen sehen sich trotz heftigem Frost weiter vielen russischen Attacken ausgesetzt. Am Dienstag habe es 64 versuchte russische Sturmangriffe gegeben, teilte der ukrainische Generalstab in seinem Abendbericht mit. Die Zahl war etwas h├Âher als in den vergangenen Tagen. „Die operative Lage im Osten und S├╝den der Ukraine bleibt schwierig“, hiess es.

Alle russischen Angriffe seien abgewehrt worden, teilte der Generalstab mit, ohne dass diese Angaben unabh├Ąngig ├╝berpr├╝fbar waren. Allein auf die Stadt Awdijiwka gab es demnach zehn russische Angriffe, dazu elf weitere bei den benachbarten Ortschaften Perwomajske und Newelske. Russische Truppen versuchen seit Oktober unter hohen Verlusten, Awdijiwka abzuriegeln und zu erobern. Hier verl├Ąuft die Front dicht an der von Russland kontrollierten Grossstadt Donezk.

Auf einen ukrainischen Br├╝ckenkopf auf dem S├╝dufer des Dnipro im Gebiet Cherson gab es den Angaben zufolge neun russische Angriffe. Ukrainische Soldaten halten diese Stellung, auch wenn ihre Versorgung ├╝ber den Fluss schwierig ist. Die Ukraine hofft darauf, von hier aus einmal Richtung Krim vorr├╝cken zu k├Ânnen.

Nach Einsch├Ątzung des Instituts f├╝r Kriegsstudien (ISW) in den USA fehlen den ukrainischen Truppen Artilleriemunition und Mittel elektronischer Kampff├╝hrung. Sie versuchten, den Feind statt mit Artillerie mit pilotengesteuerten Kleindrohnen (First Person View/FPV) zu beschiessen. Die Ukraine wehrt seit fast zwei Jahren eine grossangelegte russische Invasion ab.

(text:sda/bild:keystone)