28 November 2023

Ukraine-Krieg: Stoltenberg fordert Standhaftigkeit

Nato-Generalsekret├Ąr Jens Stoltenberg hat bei einem Aussenministertreffen des Milit├Ąrb├╝ndnisses Durchhalteverm├Âgen bei der Unterst├╝tzung f├╝r die Ukraine gefordert.

„Es ist unsere Pflicht, daf├╝r zu sorgen, dass wir die Ukraine mit den Waffen versorgen, die sie braucht“, sagte er am Dienstag in Br├╝ssel. Grund sei auch, dass ein Sieg Russlands nicht nur eine Trag├Âdie f├╝r die Ukraine, sondern auch eine Gefahr f├╝r die Nato w├Ąre. Die Botschaft an autorit├Ąre Staats- und Regierungschefs in Moskau und Peking w├Ąre dann, dass sie bekommen, was sie wollen, wenn sie in ein anderes Land einmarschieren oder Gewalt anwenden, so Stoltenberg.

„Hier geht es um die gesamte Idee einer regelbasierten internationalen Ordnung“, sagte Stoltenberg. Nato-Staaten h├Ątten bereits in beispiellosem Umfang milit├Ąrische Unterst├╝tzung geleistet und dazu beigetragen, dass die Ukrainer rund 50 Prozent des von Russland besetzten Territoriums wieder befreien konnten. Nun bestehe die Herausforderung allerdings darin, dass diese Unterst├╝tzung aufrechterhalten werden m├╝sse.

Beratungen mit der Ukraine stehen bei dem zweit├Ągigen Nato-Treffen in Br├╝ssel an diesem Mittwoch auf dem Programm. Dazu soll es zum ersten Mal eine Tagung des Nato-Ukraine-Rats auf Ebene der Aussenminister geben. Das Gremium soll eine engere Zusammenarbeit erm├Âglichen, bis die Voraussetzungen f├╝r eine Aufnahme der Ukraine in die Nato erf├╝llt sind. Der Nato-Ukraine-Rat hatte zum ersten Mal im Juli beim Nato-Gipfel in Litauen auf Ebene der Staats- und Regierungschefs getagt. Zudem gab es bislang ein Treffen auf Ebene der Verteidigungsminister und mehrere auf Ebene der Nato-Botschafter.

(text:sda/bild:keystone)