15 April 2022

Ukraine-Gefl├╝chtete: Das Oberland zeigt sich besonders solidarisch

Mehr als 5000 Gefl├╝chtete aus der Ukraine hat der Katon Bern bereits untergebracht. Gemessen an der Bev├Âlkerungszahl geh├Ârt Bern damit zu jenen Kantonen, die schweizweit am Meisten Ukrainerinnen und Ukrainer aufgenommen hat. Innerhalb des Kantons hat das Oberland am meisten Menschen aufgenommen, erkl├Ąrt der Sprecher der Berner Gesundheits-, Sozial- und Integrationsdirektion (GSI), das Oberland zeige sich sehr solidarisch. Ein weiterer Grund sei, dass es gerade im Oberland ├╝berdurchschnittlich viele Ferienlagerh├Ąuser und Ferienheime habe, die als Unterk├╝nfte genutzt werden k├Ânnen.

Der Kanton rechnet bis Ende Jahr mit bis zu 30’000 Gefl├╝chteten und sucht daher immer noch h├Ąnderringend nach weiteren Unterbringungsm├Âglichkeiten. Das sp├╝rt man auch bei Asyl Berner Oberland, wie der Gesch├Ąftsf├╝hrer Christian Rohr erkl├Ąrt. Damit habe man im Moment alle H├Ąnde voll zu tun, weshalb auch andere Aufgaben, wie Sprachkurse und -f├Ârderung sowie die Arbeitsintegration etwas zur├╝ckstehen m├╝ssen. Man habe daf├╝r auch noch keinen offiziellen Auftrag vom Kanton bekommen, die Unterbringung stehe im Vordergrund. Man stelle aber fest, dass die Ukrainerinnen und Ukrainer arbeiten wollen, so Rohr weiter, einige h├Ątten auch bereits selbstst├Ąndig Arbeit gefunden. Man versuche bestehende Strukturen, wie etwa Personalb├╝ros oder Freiwillige so gut wie es geht zu unterst├╝tzen, sei aber eben fast vollkommen mit dem Thema unterbringung absorbiert.

(text:cs/bild:pixabay)