5 September 2023

UBS hinterfragt Credit-Suisse-Spartenverkauf an Apollo

Die Grossbank UBS hinterfragt laut einem Agenturbericht den von der Credit Suisse get├Ątigten Verkauf des Gesch├Ąfts mit verbrieften Produkten (SPG) an die US-Gesellschaft Apollo Capital.

Das UBS-Management erw├Ąge M├Âglichkeiten f├╝r die Neuverhandlung von Teilen des komplexen Deals, berichtete „Bloomberg“ am Dienstagabend.

Die UBS sei unzufrieden mit einigen Bedingungen des Verkaufs an Apollo, zitiert die Agentur mit der Angelegenheit vertraute Personen. Es gehe insbesondere um Geb├╝hren, die Apollo f├╝r die Verwaltung jener Verbriefungen erhalte, die in den B├╝chern der Credit Suisse verblieben seien. Diese k├Ânnte die UBS neu auszuhandeln versuchen.

Es sei aber noch nicht entschieden, ob die UBS formelle Gespr├Ąche mit Apollo suchen werde. Die UBS wollte sich auf Anfrage von AWP nicht zu dem Bericht ├Ąussern.

Das Verbriefungsgesch├Ąft war von der Credit Suisse letzten Herbst unter Zeitdruck an den Finanzinvestor gegangen. Es war ein am Ende erfolgloser letzter Versuch der CS-Spitze, das Vertrauen der Investoren zur├╝ckzugewinnen.

Die Transaktion sollte in der ersten H├Ąlfte 2023 vollzogen werden, und im Februar wurde ein „substantieller erster Abschluss“ angek├╝ndigt. Nur wenige Wochen sp├Ąter ├╝bernahm die UBS die Credit Suisse in einer staatlichen eingef├Ądelten Rettungsaktion.

(text:sda/bild:keystone)