3 Oktober 2023

UBS dementiert Untersuchungen wegen Russland-Sanktionen

Laut der UBS gibt es keine Untersuchung der US-Justiz wegen angeblicher Sanktionsverletzungen der Grossbank. Entsprechende Medienberichte von vergangener Woche seien falsch.

„Die j├╝ngste Berichterstattung ├╝ber eine angebliche Untersuchung durch das US-Justizministerium bez├╝glich sanktionsbezogener Compliance-Verfehlungen bei Credit Suisse und UBS ist nicht zutreffend“, sagte eine UBS-Sprecherin am Dienstag auf Anfrage der Nachrichtenagentur AWP und best├Ątigte damit einen Bericht der „Sonntagszeitung“. „Eine solche Pr├╝fung ist uns nicht bekannt.“

Bloomberg hatte am Mittwoch geschrieben, das US-Justizministerium (DoJ) weite Untersuchungen gegen die UBS und ihre Tochter Credit Suisse wegen der mutmasslichen Umgehung von Vorschriften zu Russland-Sanktionen aus. Was im Fr├╝hling dieses Jahres mit einer Reihe von Vorladungen an die Banken begann, habe sich nun zu einer umfassenden Untersuchung ausgeweitet, schrieb die Nachrichtenagentur unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen.

In der Folge verlor der Aktienkurs an der B├Ârse am Mittwochnachmittag zeitweise ├╝ber 4 Prozent. Am Tagesende schlossen UBS knapp 3 Prozent tiefer. Am Mittwoch hatte die UBS noch eine Stellungnahme abgelehnt. Mittlerweile dementiert sie.

Am Montag schrieben zudem die Zeitungen von „CH Media“, das Bundesamt f├╝r Justiz habe Kenntnis von dem Bloomberg-Bericht, verf├╝ge aber ├╝ber keine Informationen zu potenziellen US-Ermittlungen gegen die Banken. Die Schweiz habe in der Sache kein Rechtshilfeersuchen aus den USA erhalten.

(text:sda/bild:beo)