10 September 2022

Hitzesommer fĂŒhrt zu Rekordzahlen in Badis

Drei Hitzewellen haben diesen Sommer den Menschen den Schweiss auf die Stirn getrieben. Viele suchten in FreibĂ€dern die ersehnte AbkĂŒhlung. Wie eine Umfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA in ausgewĂ€hlten Regionen zeigt, fĂŒhrte dies zu Rekordzahlen in den Badis.

In den Stadtberner FreibĂ€dern etwa wurden ein FĂŒnftel mehr Eintritte als im Hitzesommer 2015 erzielt, insgesamt etwas ĂŒber 1,66 Millionen Eintritte. Gross war der Zustrom insbesondere im Marzilibad an der Aare, das von den rekordhohen Aaretemperaturen (neuer Rekord von 24,04 Grad) profitierte. Fast 890’000 GĂ€ste wurden gezĂ€hlt.

Im Vergleich zum Vorjahr lagen die Eintritte in Bern gar um fast 70 Prozent höher. Ein Vergleich mit 2021 lohnt sich allerdings kaum, da dieses Jahr durch sehr wechselhaftes Wetter und Hochwasser geprĂ€gt war. Derweil geht der Sommer 2022 als zweitheissester seit Messbeginn in die Geschichte ein. Die Monate Juni bis August waren 2,3 Grad wĂ€rmer als gewöhnlich. Nur der Hitzesommer 2003 war noch heisser – er ĂŒbertraf die Norm um 3 Grad.

Insgesamt gab es schweizweit zwischen Juni und Anfang September rund 30 tödliche BadeunfĂ€lle, wobei sich die meisten davon in Seen oder FlĂŒssen ereigneten. GemĂ€ss der Schweizer Lebensrettungsgesellschaft (SLRG) dĂŒrften es dieses Jahr wegen des schöneren Wetters tendenziell mehr UnfĂ€lle gegeben haben als im vergangenen Jahr. Eine Zwischenbilanz will SLRG Ende September publizieren. Zwischen 2016 und 2018 ging die Zahl der Ertrunkenen laut SLRG 58 auf 37 im Jahr 2018 deutlich zurĂŒck.

(text:sda/bild:unsplash)