19 Juli 2026

Tsitsipas triumphiert am Swiss Open in Gstaad

Stefanos Tsitsipas gewinnt die 58. Ausgabe des Swiss Open in Gstaad. Im Final des Sandplatz-Turniers im Berner Oberland setzt sich der Grieche 6:4, 6:7 (3:7), 6:3 gegen den Belgier Raphaël Collignon durch.

Tsitsipas und Collignon lieferten den Zuschauern in der ausverkauften Roy Emerson Arena einen spannenden und hochstehenden Final, passend zu einem Turnier, das viele ausgeglichene und lange Matches gesehen hatte. Nach gut zweieinviertel Stunden war der 27-jährige Grieche ein verdienter Sieger, weil er der aktivere und variantenreichere Spieler war und damit die defensiven Qualitäten des drei Jahre jüngeren Belgiers knacken konnte.

Bereits am Ende des zweiten Satzes hatte Tsitsipas seine Chancen, die Partie früher zu beenden. Doch Collignon zeigte sich in seinem ersten ATP-Final wie schon im ganzen Turnier kampf- und nervenstark. Er gewann auch sein sechstes Tiebreak in dieser Woche. Der Grieche blieb aber ruhig, schlug im Entscheidungssatz hervorragend auf und schaffte schliesslich das Break zum 3:2. Bei eigenem Aufschlag gab er im gesamten dritten Durchgang nur zwei Punkte ab.

Tsitsipas ist – oder war – sich eigentlich grössere Bühnen als Gstaad gewöhnt. Doch der zweifache Grand-Slam-Finalist und ehemalige Weltranglistendritte machte zuletzt schwierige Zeiten durch. Vor Wimbledon trennte er sich schliesslich von seinem Vater Apostolos als Trainer und will sich nun von Weltranglistenposition 85 wieder nach vorne arbeiten. Das Swiss Open ist dafür schon mal ein guter Anfang.

Im Berner Oberland überzeugte der 27-jährige Grieche trotz vereinzelter Gefühlsausbrüche durch mentale Stärke und Kampfgeist. So gewann er vier seiner fünf Matches in drei Sätzen – unter anderem den Achtelfinal gegen den Aargauer Jérôme Kym im entscheidenden Tiebreak.

Raphaël Collignon verpasste hingegen den ersten Sieg eines Belgiers in Gstaad; vor elf Jahren hatte David Goffin gegen Dominic Thiem verloren. Der 24-jährige Wallone aus Lüttich verbessert sich in der Weltrangliste aber auf Position 37 und übertrifft damit die Bestmarke seines Coaches Steve Darcis, wie er schmunzelnd und mit grosser Freude feststellte.

(text:sda/bild:keystone)