1 Januar 2024

Tschechiens Pr├Ąsident fordert konkrete Schritte hin zum Euro

Der tschechische Pr├Ąsident Petr Pavel hat sich in seiner Neujahrsansprache f├╝r die Einf├╝hrung des Euros in seinem Land ausgesprochen. „Es ist an der Zeit, dass wir nach Jahren beginnen, konkrete Schritte zu unternehmen, die zur Erf├╝llung dieser Verpflichtung f├╝hren.“

F├╝r ein Land mit einer offenen und exportorientierten Wirtschaft, das in der Mitte Europas liege, stelle die Gemeinschaftsw├Ąhrung die „logische Zukunft“ dar, sagte der 62-J├Ąhrige am Montag. Der Ex-Generalstabschef Pavel steht seit M├Ąrz 2023 an der Spitze des EU- und Nato-Mitgliedstaats mit rund 10,8 Millionen Einwohnern.

Tschechien hat mit der Krone eine eigene W├Ąhrung. Mit dem EU-Beitritt vor fast 20 Jahren ging Prag zwar die Verpflichtung ein, den Euro zu ├╝bernehmen – es wurde aber kein zeitlicher Rahmen festgelegt. Die liberalkonservative Regierung unter Ministerpr├Ąsident Petr Fiala hat sich bisher nicht auf ein Zieldatum f├╝r den Euro-Beitritt einigen k├Ânnen.

Eine zum Jahreswechsel in Kraft getretene Gesetzes├Ąnderung erm├Âglicht es indes Firmen, die den Grossteil ihrer Ums├Ątze in Euro erwirtschaften, ihre Buchhaltung in dieser W├Ąhrung zu f├╝hren. Viele grosse Unternehmen rechnen nach Angaben der Wirtschaftskammer untereinander ohnehin bereits in Euro ab.

(text:sda/bild:keystone)