Trump verlängert Waffenruhe – Keine Entspannung in Sicht
US-Präsident Donald Trump hat die Waffenruhe im Iran-Krieg zwar kurzfristig verlängert, doch eine Entspannung ist nicht in Sicht. Während der Iran offen liess, ob er die Feuerpause einhält, blieben die Revolutionsgarden wegen der fortgesetzten US-Seeblockade skeptisch und betonten ihre volle Einsatzbereitschaft.
Ein Berater des iranischen Parlamentspräsidenten Mohammad Bagher Ghalibaf vermutet hinter Trumps Schritt eine List für einen möglichen Überraschungsangriff. Aussenminister Abbas Araghchi kritisierte die US-Blockade der Strasse von Hormus als Verstoss gegen die Waffenruhe. Trump erklärte, er werde auf Bitten Pakistans vorerst keine Angriffe durchführen, bis der Iran einen Vorschlag zur Konfliktlösung vorlegt.
Unklar bleibt vorerst, wie sich Israel verhält. Aus dem Büro des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu gab es zunächst keine Reaktion auf Trumps Ankündigung. Irans Erzfeind und die USA hatten den Krieg gemeinsam am 28. Februar begonnen. Ohne Verlängerung wäre die Waffenruhe in der Nacht zum Donnerstag ausgelaufen.
(text:sda/bild:keystone/libanon)