Trump setzt auf Diplomatie: Hormus-Einsatz gestoppt
US-Präsident Donald Trump setzt im Konflikt mit dem Iran auf Deeskalation, um einen diplomatischen Durchbruch zu erzielen. Überraschend kündigte er auf seiner Plattform Truth Social an, den erst am Montag gestarteten US-Einsatz für eine sichere Durchfahrt von Schiffen durch die Strasse von Hormus „für kurze Zeit“ auszusetzen. Während des Stopps von „Projekt Freiheit“ solle geprüft werden, ob ein Abkommen mit dem Iran abgeschlossen und unterzeichnet werden könne. Es habe „grosse Fortschritte“ für ein „umfassendes und abschliessendes“ Abkommen gegeben.
Nach gegenseitigen Angriffen in der Strasse von Hormus seit Montag waren Befürchtungen gewachsen, die seit rund einem Monat geltende und von Trump zuletzt einseitig auf unbestimmte Zeit verlängerte Waffenruhe könnte scheitern. Dass Trump den Einsatz nun aussetzt, kommt sehr überraschend: Noch kurz vor Trumps Ankündigung am Dienstagabend (Ortszeit) hatten sowohl Verteidigungsminister Pete Hegseth als auch Aussenminister Marco Rubio für die neue US-Initiative geworben. Rubio sagte, dass man sich „jetzt“ dem neuen Projekt widmen werde, nachdem die US-Offensive „Gewaltiger Zorn“ beendet worden sei. Diesen Namen („Epic Fury“) hatte die US-Regierung ihrem Krieg gegen den Iran gegeben, den sie gemeinsam mit Israel Ende Februar begonnen hatte.
(text:sda/bild:keystone)