26 Juni 2026

Trockenheit – auch die Situation auf den Alpen verschärft sich

Aufgrund der aktuellen Wetterlage könnte es auf einigen Alpen bald zu Engpässen bei Tränkewasser und Weidefutter kommen. Der Schweizerische alpwirtschaftliche Verband (SAV) ruft die betroffenen Alpen dazu auf, frühzeitig allfällige Notfallmassnahmen zu planen. Alpen mit Reserven sollen hingegen ihre freien Alpplätze auf der Viehvermittlungsplattform anbieten; diese Massnahme kann helfen, die Lage auf den stark betroffenen Talbetrieben zu entschärfen. Trockenperioden stellen die Wasserversorgung vieler Alpen zunehmend auf die Probe. Die Alpbesitzenden sind dringend dazu aufgefordert, die Infrastruktur entsprechend zu überdenken.

Der Sommer hat die Schweiz fest im Griff – mit sehr hohen Temperaturen und kaum Aussicht auf breitflächige Niederschläge. Davon bleiben auch die Alpen nicht verschont.
In vielen Regionen, insbesondere im Jurabogen, Berner Oberland und Wallis, drohen bald Engpässe bei Tränkewasser und Weidefutter. Erschwerend kommt hinzu, dass die
Wasserreserven teilweise unzureichend gefüllt sind. Grund dafür ist die geringe Schneedecke im Frühjahr,

Alpbetriebe, die auf Helikopterflüge angewiesen sind, sollen genug früh mit der Alpberatung oder der kantonalen SAV-Sektion Kontakt aufnehmen oder sich bei der zuständigen Stelle melden. Im Rahmen der Unterstützungsmöglichkeiten ziviler Tätigkeiten oder der Katastrophenhilfe kann die Armee unter gewissen Voraussetzungen Wasserversorgungsflüge durchführen. Dabei ist jedoch mit einer Vorlaufzeit zu rechnen, da vorher einige Abklärungen notwendig sind.

(text:pd/bild:unsplash)