6 August 2022

Trend zum Wassersport nimmt zu – Sicherheit aber ab

Der Trend zu Wassersportarten wie Stand Up Paddeln, Wakeboarden oder Kitesurfen h├Ąlt an. Das Wissen ├╝ber die Sicherheitsmassnahmen aber ab. Das zeigt sich auf dem Thunersee. Stefan Biri, der Gesch├Ąftsf├╝hrer des Wakehouse in Gunten, sp├╝rt den ansteigenden Trend immer noch. Das Verhalten der Leute auf dem See st├Ârt ihn zunehmend. Diese w├╝rden sich und andere vermehrt in Gefahr bringen. „Gerade hier┬á bei uns in Gunten sind die Stand Up Paddler vermehrt vor der Schiffsanlegestelle der BLS unterwegs“, sagt Biri zu Radio BeO. Weil viele davon Anf├Ąnger seien, w├╝ssten sie auch nicht, wie sie sich beim N├Ąhern eines Kurssschiffes verhalten m├╝ssten. “ Das ist gef├Ąhrlich“, sagt Biri nachdenklich weiter.

Auch Tom Beck vom Surfski Point in Leissigen kennt dieses Problem. „Bei Grossverteilern sind die Stand Up Paddels sehr g├╝nstig zu kaufen oder mieten und die Leute gehen ohne Wissen ├╝ber Regeln auf den See“, sagt Beck. Aus diesem Grund muss bei ihm jeder oder jede, die/der etwas mieten m├Âchte, einen dreist├╝ndigen Kurs absolvieren.

Auch die SUVA bemerkt den ansteigenden Trend zum Wassersport. Linear dazu nehmen auch die Wassersportunf├Ąlle zu. “ Beim Stand Up Paddeln haben sich die Unf├Ąlle in den letzten Jahren verdreifacht“, sagt Natascha Obermayr, Mediensprecherin der SUVA dazu. 13’100 Wassersportunf├Ąlle registrieren die Versicherer jedes Jahr, was sie mehr als 63 Millionen Franken koste. Davon seien 15 Prozent auf die Trendwassersportarten wie Stand Up Paddeln, Kitesurfen und Wakeboarden zur├╝ckzuf├╝hren. Gerade ein Kitsurf-Unfall verursache hohe Kosten: Im Durchschnitt koste dieser die Versicherer 8100 Franke pro Unfall.

(text:msi/bild:unsplash)