23 Januar 2024

Tote und Verletzte bei Raketenangriffen auf Ukraine

Bei russischen Raketenangriffen sind in verschiedenen Teilen der Ukraine mehrere Menschen getötet worden. Nach Angaben von PrĂ€sident Wolodymyr Selenskyj kamen landesweit mindestens sechs Menschen ums Leben. Alleine aus der ostukrainischen Grossstadt Charkiw wurden am Dienstag fĂŒnf Todesopfer und mehr als 50 Verletzte gemeldet. Eine Frau starb zudem in Pawlohrad im Gebiet Dnipropetrowsk. In der Hauptstadt Kyjiw wurden offiziellen Angaben zufolge mehr als 20 Leute verletzt.

Eine Mitteilung der Kyjiwer MilitĂ€radministration ĂŒber eine getötete Frau wurde spĂ€ter korrigiert. Die Frau sei nach einer Wiederbelebung schwer verletzt auf eine Intensivstation eingeliefert worden, teilte BĂŒrgermeister Vitali Klitschko mit. In der Stadt seien mehrere WohnhĂ€user beschĂ€digt worden, hiess es. Auch mehrere Autos seien durch herabstĂŒrzende TrĂŒmmer in Brand geraten. In einer Wohnung sei zudem ein nicht explodierter Raketensprengkopf entdeckt worden. Das gesamte Haus sei mittlerweile evakuiert.

Laut Oberbefehlshaber Walerij Saluschnyj setzte das russische MilitĂ€r bei den morgendlichen Angriffen insgesamt 41 Raketen unterschiedlichen Typs ein. Nur knapp die HĂ€lfte konnte demnach abgefangen werden. Immerhin ĂŒber Kyjiw, das dank westlicher UnterstĂŒtzung verhĂ€ltnismĂ€ssig gut mit Luftverteidigungssystemen ausgestattet ist, konnten den MilitĂ€rangaben zufolge alle Raketen im Anflug abgeschossen werden. Im Zentrum der Hauptstadt waren am Morgen dadurch mehrere Explosionen zu hören gewesen.

Ein Kommando der polnischen StreitkrĂ€fte teilte derweil mit, dass wegen der Angriffe Kampfjets der eigenen Luftwaffe und von VerbĂŒndeten ĂŒber Polen aufgestiegen seien. Dazu kam es auch schon in der Vergangenheit bei heftigen Luftangriffen auf die Ukraine – seit ein paar Wochen gibt es dazu auch Mitteilungen.

(text:sda/bild:keystone)