2 Mai 2022

Totaler Gaslieferstopp w├Ąre “sehr schwierig”

Wenn die Lieferung von Gas aus Russland eingestellt w├╝rde, w├Ąre dies “sehr schwierig”, nicht nur f├╝r die Schweiz, sondern f├╝r ganz Europa, sagte Wirtschaftsminister Guy Parmelin in der SRF-Sendung EcoTalk. Denn in der Schweiz gebe es keine Gasspeicher.

Zudem k├Ânne auch der Staat nicht eingreifen. Heute seien es private Organisationen, die Gas auf dem Markt kauften und an Unternehmen und Kunden in der Schweiz verteilten. F├╝r eine staatliche Regulierung gebe es ausserdem kein Gesetz.

“Die Schweiz ist total abh├Ąngig von ├ľl- und Gasimporten”, sagte Parmelin. “Wir wollen diesen Abh├Ąngigkeit schon l├Ąnger minimieren. Etwa mit alternativen Energien”, sagte Parmelin. Aber das brauche Zeit.

Wenn etwas passiere – also wenn die Lieferungen tats├Ąchlich eingestellt w├╝rden, k├Ânne die Landesversorgung die Sch├Ąden minimieren. Daf├╝r gebe es Pflichtlager. Zudem k├Ânne man die Bev├Âlkerung im Winter bitten, weniger zu heizen. 1 Grad weniger seien etwa f├╝nf bis sieben Prozent weniger Verbrauch.

Seit Wochen werde nun an Pl├Ąnen und an einer Priorisierung f├╝r den Notfall gearbeitet. Die Schweiz m├╝sse aber selber schauen, wie sie sich mit Energietr├Ągern eindecken k├Ânne – und wo es m├Âglich sei, die Abh├Ąngigkeiten zu reduzieren.

(text:sda/bild:unsplash)