1 Juli 2022

Tollwut bei Fledermaus im Kanton Bern nachgewiesen

Erstmals seit 2017 ist in der Schweiz wieder ein Fall von Tollwut bei einer Fledermaus nachgewiesen worden. Das Tier wurde in BĂŒren an der Aare BE aufgefunden. FĂŒr die Bevölkerung besteht nach Angaben der Berner Behörden keine Gefahr.

Die Wirtschafts-, Energie- und Umweltdirektion des Kantons Bern teilte am Freitag mit, die Schweiz gelte trotz dieses Nachweises als nach wie vor tollwutfrei. Dies sowohl bei Haus- wie bei Wildtieren. Einzig die Fledermaustollwut komme hin und wieder vor. Bekannt seien vier FĂ€lle in den letzten vierzig Jahren.

Die TollwutfĂ€lle seien alle bei seltenen Fledermausarten und nicht bei der in bewohnten Gegenden hĂ€ufig vorkommenden Zwergfledermaus festgestellt worden. Es sei wichtig, kranke und verhaltensauffĂ€llige Wildtiere nicht anzufassen und die Wildhut zu informieren. Bei einem Biss sei umgehend eine Ärztin oder ein Arzt aufzusuchen.

Im Neuenburger Fall von 2017 entdeckte eine Person auf dem Trottoir eine schwache und verwirrte Fledermaus. Als sie das Tier bei Einbruch der Dunkelheit freilassen wollte, biss die Fledermaus die Person in den Finger und starb darauf. Weil der Biss ziemlich tief war, suchte die Person das Spital auf. Dort wurde sie prÀventiv gegen Tollwut behandelt.

Die Analysen der Schweizerischen Tollwutzentrale in Bern ergaben im Nachhinein, dass die Fledermaus das Virus in sich trug. Die Berner Tollwutzentrale diagnostizierte auch im neuen Fall von BĂŒren an der Aare die Krankheit beim gefundenen Tier.

(text:sda/bild:unsplash)