Tipps für sicheres Baden im Sommer
Bei den hohen Temperaturen lockt der Sprung ins kühle Nass besonders. Zahlreiche Seen und Flüsse reizen mit glitzernden Blautönen zum Baden. Dabei geht schnell vergessen, dass Gewässer immer auch Gefahren bergen. Deshalb sollte man vor jedem Badegang einige wichtige Grundregeln beachten, so die Schweizerische Lebensrettungs-Gesellschaft.
- Nicht direkt ins Wasser springen, immer zuerst anetzen. Damit der Körper Zeit hat, sich auf den Temperaturunterschied einzustellen.
- Weiter eine ehrliche Selbsteinschätzung: Bin ich heute fit und gesund, und traue ich mir Schwimmen und Baden zu?
- Auch wenn man das Gewässer kennt, können Pegel und Strömung immer anders sein. Das heisst: Lage auskundschaften und die Badesituation immer einschätzen, auch wenn man gut schwimmen kann.
- Wenn man an einem neuen Gewässer baden will, dann vorher das Ufer auskundschaften und auch nach Eintrittsstellen zum Schwimmen und vor allem auch Austrittsstellen zu suchen.
- Und es gilt: Nie alkoholisiert oder unter Drogen ins Wasser und nie mit vollem oder ganz leerem Magen schwimmen.
Mit diesen Massnahmen lässt sich das Risiko eines Badeunfalls minimieren.
Im vergangenen Jahr sind in Schweizer Gewässern 43 Menschen ertrunken. Der langjährige Durchschnitt liegt bei ungefähr 50 Todesfällen pro Jahr. Christoph Merki von der Schweizerischen Lebensrettungs-Gesellschaft betont deshalb, dass man die Gefahren des Wassers nicht unterschätzen und die eigenen Fähigkeiten nicht überschätzen sollte.
Im Zweifelsfall gilt: Lieber auf das Baden verzichten, als ein unnötiges Risiko einzugehen. Beobachtet man einen Badeunfall, ist es entscheidend, die Rettungskräfte sofort zu alarmieren. Wenn möglich, sollte der verunfallten Person ein schwimmfähiger Gegenstand zugeworfen oder zugeschoben werden. Wichtig ist aber auch: Bei einem Rettungsversuch darf man sich niemals selbst in Gefahr bringen – darauf weist die Schweizerische Lebensrettungs-Gesellschaft ausdrücklich hin.
(text:pmu/bild:unsplash)