18 Juli 2022

Tierpark Bern setzt sich fĂŒr Artenschutz ein

Der Tierpark Bern verstĂ€rkt sein Engagement im Artenschutz. „Mehr Raum fĂŒr Vielfalt“ lautet das Motto, wie die Verantwortlichen am Montag bekanntgaben.

Das weitlĂ€ufige GelĂ€nde im DĂ€hlhölzliwald und an der Aare beheimate nicht nur Tiere, die in den Anlagen leben, hiess es an einer Medienkonferenz vor Ort. Vielmehr sei er auch Lebensraum fĂŒr zahlreiche einheimische Arten. Entsprechend gross sei das Potenzial, sich in diesem Bereich zu engagieren.

Ein Beispiel dafĂŒr ist das kĂŒrzlich angelaufene KĂ€ferprojekt. Im Fokus stehen dabei HirschkĂ€fer und NashornkĂ€fer. Beide waren vor langer Zeit in Bern heimisch, wurden aber seit Jahrzehnten nicht mehr gesichtet. Im Aareraum sollen sie nun wieder einen Lebensraum finden.

Das zweite grössere Projekt beschÀftigt sich mit KleinsÀugerarten wie MÀusen, SpitzmÀusen und SiebenschlÀfern. Bei ihnen geht es nicht um Zucht und Wiederansiedlung wie bei den KÀfern. Doch viele KleinsÀuger sind vom Aussterben bedroht, weshalb der Tierpark Bern bestehende LebensrÀume aufwerten und neue schaffen will.

Generell will der Tierpark mehr Strukturen und Lebensraum fĂŒr seine „ZaungĂ€ste“ schaffen. Auf dem GelĂ€nde leben ja auch viele wilde Tiere wie etwa FledermĂ€use, Eidechsen, Ringelnattern, Grasfrösche und eine Vielzahl verschiedener Vögel.

„Auch diese Arten verdienen unsere Aufmerksamkeit“, sagte Cornelia Mainini, Leiterin der Sektion Bildung und Erlebnisse. So wurden im FrĂŒhling 40 NistkĂ€sten fĂŒr Vögel sowie diverse Fledermaus- und BilchenkĂ€sten aufgehĂ€ngt, die rasch in Beschlag genommen wurden.

Am Aareufer entstanden neue Teiche, die bereits von Molchen, Fröschen und Kröten besiedelt wurden. Geplant sind in und zwischen den Anlagen auch neue Blumenwiesen fĂŒr Insekten sowie Hecken fĂŒr KleinsĂ€uger und Vögel.

(text:sda/bild:unsplash)