28 MĂ€rz 2023

Tierpark Bern fĂŒhrt freiwilligen Naturschutzfranken ein

Getreu seinem neuen Motto «Mehr Raum fĂŒr Vielfalt» wird sich der Tierpark Bern kĂŒnftig noch stĂ€rker fĂŒr den Natur- und Artenschutz einsetzen. Dieses Engagement wird ab 4. April 2023 auch dank der UnterstĂŒtzung der Besuchenden möglich: mit dem freiwilligen Naturschutzfranken.

Laut Aussagen des Bundesamtes fĂŒr Umwelt «steht die BiodiversitĂ€t in der Schweiz unter Druck. Fördermassnahmen zeigen zwar lokal Wirkung, doch die BiodiversitĂ€t ist weiterhin in einem schlechten Zustand und nimmt weiter ab. Ein Drittel aller Arten und die HĂ€lfte der Lebensraumtypen der Schweiz sind gefĂ€hrdet». Der Tierpark Bern will sich in Zukunft aktiv fĂŒr den Natur- und Arten-schutz einsetzen. Sein Engagement und sein Expertenwissen soll nicht nur den im Tierpark gehaltenen Tierarten zugutekommen, sondern auch den Lebewesen welche ausserhalb des Tierparkareals leben. «Es ist fĂŒr uns ein zentrales Anliegen, dass sich der Tierpark fĂŒr die regionale BiodiversitĂ€t einsetzt» sagt die Tierparkdirektorin Friederike von Houwald.

Zu diesem Zweck genehmigte der Gemeinderat die GrĂŒndung eines neuen, speziellen Fonds: des Natur- und Artenschutzfonds. Dieser ermöglicht es dem Tierpark Bern, Gelder spezifisch und aus-schliesslich fĂŒr Naturschutz-Projekte einzusetzen. Dank des Engagements jedes einzelnen Gastes, in Form vom freiwilligen Naturschutzfranken, kann der Fonds gespiesen werden. «Mit einer kleinen Geste erreichen wir gemeinsam eine grosse Wirkung!» freut sich Reto Nause, PrĂ€sident der Tierparkkommission und Gemeinderat der Stadt Bern.

Um wirksamen Naturschutz leisten zu können ist es notwendig, die LebensrĂ€ume von bedrohten Tieren zu schĂŒtzen. Der Tierpark Bern wird sich in seinem Engagement auf fĂŒnf LebensrĂ€ume konzentrieren und in diesen verschiedene Projekte mit den Mitteln des Natur- und Artenschutzfonds durchfĂŒhren bzw. fördern. Der Fokus wird auf der Region Bern und der Schweiz liegen, aber es werden auch vereinzelt internationale Projekte zum Zuge kommen. Dabei arbeitet der Tierpark mit diversen Partnern, wie beispielsweise KARCH, WWF Bern und WWF Solothurn, Pro Lutra, Rrreefs oder StadtgrĂŒn Bern zusammen.

(text:pd,jae/bild:beo)