18 März 2026

Thuner Vorstoss zu Mobilitätsstiftung stösst auf Widerstand im Gemeinderat

In Thun sorgt ein politischer Vorstoss für Diskussionen rund um die Unterstützung von Menschen mit Mobilitätseinschränkungen. Ein Postulat fordert den Gemeinderat auf zu prüfen, ob nach dem Vorbild der Zürcher Stiftung ProMobil auch in Thun eine entsprechende Stiftung gegründet werden könnte. Ziel wäre es, Betroffenen kostengünstige Transporte in der Freizeit zu ermöglichen.

Konkret sollte abgeklärt werden, wie eine solche Stiftung finanziert werden könnte, wie hoch ein jährliches Mobilitätsguthaben ausfallen würde und wer Anspruch auf diese Unterstützung hätte. Damit wollten die Postulant:innen herausfinden, ob bestehende Angebote sinnvoll ergänzt werden könnten.

Der Gemeinderat lehnt das Anliegen jedoch ab und empfiehlt dem Stadtrat, das Postulat nicht zu überweisen. Als Begründung sagt der Gemeinderat, dass im Kanton Bern mit der Stiftung Behindertentransport BTB bereits ein vergleichbares Angebot existiere. Eine zusätzliche Stiftung in Thun würde zu Doppelspurigkeiten führen. Zudem seien die Kosten für Nutzerinnen und Nutzer bereits heute in einem ähnlichen Rahmen wie beim Zürcher Modell.

Die SP-Postulantin Marianna Oesch Bartlome hält dem entgegen, dass ihr Vorstoss nicht die Existenz des bestehenden Angebots infrage stelle. Vielmehr habe sie klären wollen, ob es Möglichkeiten gebe, Betroffene zusätzlich zu entlasten, etwa bei den Selbstbehalten.

Der Stadtrat wird am 26. März über das Postulat entscheiden und damit das letzte Wort in dieser Angelegenheit haben.

(text:nch/bild:unsplash)