4 Juni 2023

Thuner Stadtrat entscheidet ├╝ber Spiele der EURO 2025 in Thun

Anfang April 2023 hat der Europ├Ąische Fussballverband (UEFA) dem Schweizerischen Fussballverband (SFV) den Zuschlag f├╝r die Austragung der Frauenfussball-Europameisterschaft 2025 gegeben. Thun ist neben Basel, Bern, Genf, Luzern, Sion, St. Gallen und Z├╝rich als Austragungsort dieses Anlasses vorgesehen. Der Gemeinderat begr├╝sst die Durchf├╝hrung von Spielen in Thun. Die Fussball-Europameisterschaft der Frauen ist ein attraktiver Grossanlass und zieht ein breites Publikum an, gerade auch Familien. ├ťber das Sportliche hinaus hat er volkswirtschaftliche Bedeutung. Hotellerie, Gastronomie und Detailhandel profitieren von der Veranstaltung. ├ťber die mediale Berichterstattung kann sich die Region Thun-Thunersee als attraktive Tourismus-Destination positionieren. Der bereits heute beliebte M├Ądchen- und Frauenfussball soll mit Begleitmassnahmen gef├Ârdert werden.

F├╝r die Planung, Organisation und Durchf├╝hrung der Spiele in Thun und des damit verbundenen Rahmenprogramms werden Kosten von voraussichtlich 3,65 Millionen Franken anfallen. Darin enthalten sind unter anderem die Kosten f├╝r das lokale Organisationskomitee, die Bereitstellung von Stadion und Trainingsfeldern, f├╝r den Verkehr sowie Begleitanl├Ąsse und Rahmenaktivit├Ąten. Da weder die UEFA und der SFV noch Bund und Kanton ihre Leistungen bis dato verbindlich zugesichert haben, muss dem Thuner Stadtparlament ein Rahmenkredit gem├Ąss Bruttoprinzip beantragt werden. Aufgrund der Erfahrungen aus fr├╝heren, national abgest├╝tzten Anl├Ąssen kann davon ausgegangen werden, dass die Stadt als Austragungsort rund ein Drittel der Bruttokosten effektiv wird tragen m├╝ssen.

Am 15. Juni 2023 wird der Stadtrat ├╝ber den Kredit entscheiden. Stimmt der Stadtrat zu, werden die Vorbereitungsarbeiten weitergef├╝hrt und insbesondere m├Âgliches Synergiepotenzial in der Organisation gemeinsam mit der Stadt Bern er├Ârtert. Lehnt der Stadtrat ab, w├Ąre die Stadt Thun nicht Host City der gr├Âssten Frauenfussballveranstaltung in Europa und in Thun w├╝rden keine Spiele stattfinden. Zudem w├╝rden die Gelder, die von Bund und Kanton voraussichtlich gesprochen werden und die voraussichtlich ca. zwei Drittel der ├Âffentlichen Beitr├Ąge ausmachen, nicht in die Region Thun, sondern in eine andere Region fliessen.

(text:pd/bild:unsplash)