10 MĂ€rz 2022

Thuner Stadtrat entscheidet ĂŒber die provisorische Sporthalle

In den nĂ€chsten Jahren entstehen in Thun im Rahmen von Schulsanierungen zusĂ€tzliche (Doppel-)Sporthallen. Bis dahin fehlen insbesondere dem UHC Thun Trainingsmöglichkeiten. Um die Situation möglichst rasch zu verbessern, will der Gemeinderat im Lachen eine provisorische Fertighalle bauen. Im MĂ€rz befindet der Stadtrat ĂŒber den AusfĂŒhrungskredit.

Mit dem Wegfall der Armeesporthallen des Bundes hat sich der Platzbedarf von Sportvereinen in den letzten zwei Jahren erhöht. Insbesondere der Unihockeyclub UHC Thun ist betroffen. Ihm fehlen 20 bis 25 Grossfeld-Trainingseinheiten pro Woche. Das bedroht den UHC als Spitzensportverein. Mit den geplanten Doppelsporthallen auf den Schularealen Lerchenfeld und Neufeld und dem Bau einer Sporthalle durch den Kanton beim Gymnasium Schadau wird sich die Situation in den nĂ€chsten acht bis zehn Jahren verbessern. FĂŒr die Zwischenzeit will der Gemeinderat eine rasch realisierbare Lösung schaffen und eine provisorische Halle errichten. Damit soll auch die Existenz des UHC als Spitzensportverein gesichert werden. Ausserhalb des Trainingsbetriebs des UHC kann die Halle auch von Schulen (IDM, WST und Gymnasium) und anderen Vereinen genutzt werden.

Die Stadt sieht vor, eine 25 x 50 Meter grosse Fertighalle auf dem roten Platz zu errichten, angrenzend an die Lachenhalle. Im Rahmen einer Machbarkeitsstudie prĂŒfte die Stadt verschiedene Standorte (roter Platz und Parkdeck der Lachenhalle sowie verschiedene Schulanlagen) und Hallenkonstruktionen (Fertighalle und Traglufthalle). Die Investitions- und Energiekosten sind bei allen geprĂŒften Varianten Ă€hnlich. Der rote Platz weist aber wesentliche Vorteile auf. Mit diesem Standort mĂŒssen keine MietvertrĂ€ge gekĂŒndigt und keine ParkplĂ€tze und BootsabstellplĂ€tze verlegt werden. Aus energetischer Sicht ist eine Fertighalle einer Traglufthalle vorzuziehen. Die Konstruktion der Fertighalle entspricht den geltenden energetischen Anforderungen. Zudem kann die Fertighalle an einem anderen Standort wiederverwendet und damit nach Nutzungsende verkauft werden.

Im letzten Herbst genehmigte der Gemeinderat den Planungs- und Projektierungskredit ĂŒber 104’000 Franken. Die Kosten fĂŒr die Realisierung belaufen sich auf 1.585 Millionen Franken. Am 24. MĂ€rz befindet der Stadtrat ĂŒber den AusfĂŒhrungskredit. Seitens UHC Thun ist ein finanzieller Beitrag von maximal 20’000 Franken vorstellbar. Der UHC Thun als Hauptnutzer wird auch den mobilen Sportboden beisteuern.

LĂ€uft alles nach Plan, kann der Baubeginn im April erfolgen. Die Baubewilligung kann fĂŒr maximal fĂŒnf Jahre erteilt und um zwei, nötigenfalls drei Jahre verlĂ€ngert werden. Die Inbetriebnahme der Halle ist bereits im November 2022 vorgesehen.

(text:pd/bild:beo)