17 Januar 2024

Thuner Solarproduzent plant Stellenabbau in Deutschland

Angesichts der gravierenden Auswirkungen der Marktverzerrung in Europa rechnet der Thuner Solarproduzent Meyer Burger f├╝r das Gesch├Ąftsjahr 2023 derzeit mit einem Gewinnverlust von rund 126. Millionen Franken. Meyer Burger hat nun einen Plan vorgelegt, um die Verluste in Europa zu reduzieren und sich auf ein profitables Wachstum in den USA zu fokussieren. Angesichts des sich verschlechternden europ├Ąischen Marktumfelds ist die Fortsetzung der europ├Ąischen Solarproduktion in vollem Umfang vorerst nicht weiter tragbar, wie Meyer Burger in einer Mitteilung schreibt.

Ein Teil des Plans w├Ąre die Schliessung des Werkes in Freiberg, Deutschland, bereits Anfang April 2024. Dabei handelt es sich um die gr├Âsste Solarmodulproduktion Europas. Hiervon w├Ąren rund 500 Besch├Ąftigte betroffen. Eine endg├╝ltige Entscheidung m├╝sste bis zur zweiten Februarh├Ąlfte 2024 getroffen werden, sofern keine ausreichenden Massnahmen zur Herstellung fairer Wettbewerbsbedingungen in Europa ergriffen werden. Die Solarzellproduktion in Thalheim w├╝rde weiterhin den Produktionshochlauf der US-Solarmodulproduktion in Goodyear, USA, unterst├╝tzen. Der Maschinenbau und die Forschungs- und Entwicklungsstandorte in der Schweiz und in Deutschland w├Ąren von diesen Massnahmen nicht betroffen und w├╝rden mit ihren technologischen Entwicklungen weiterhin zum Gesch├Ąft ausserhalb Europas beitragen, heisst es in der Mitteilung weiter.

Im Falle einer Schliessung w├╝rden unverzichtbare Mitarbeitende aus den Bereichen Ingenieurwesen, Technologie, Lieferkettenmanagement und bestimmten anderen kritischen Funktionen am Produktionsstandort in Freiberg die M├Âglichkeit erhalten, ihre Vertr├Ąge auf andere Meyer-Burger-Gesellschaften zu ├╝bertragen.

(text:ola,pd/bild:keystone)