Thuner Rechnung 2025 mit schwarzer Null
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(03:18)
Die Stadt Thun schliesst das Jahr 2025 trotz Steuersenkung mit einem kleinen Überschuss von 0,5 Millionen Franken ab und weist damit eine stabile Finanzlage auf. Bei Ausgaben von 335,4 Millionen Franken und Einnahmen von 335,9 Millionen Franken ergibt sich ein Überschuss von 0,5 Millionen Franken (Budget: 0,4 Millionen Franken). „Damit ist die Jahresrechnung 2025 quasi eine Punktelandung verglichen mit dem Budget”, so die zuständige Gemeinderätin Andrea de Meuron. Dies zeige die realistische Finanzplanung der Stadt Thun.
Zum Ergebnis tragen tiefere Ausgaben in den Bereichen Liegenschaften und Informatik bei. Zudem fällt der Aufwand für den Lastenausgleich der Ergänzungsleistungen geringer aus. Auf der Ertragsseite haben sich die Steuereinnahmen leicht positiver entwickelt als budgetiert. Der gesamte Steuerertrag beträgt 143,8 Millionen Franken, das sind 1,4 Millionen Franken bzw. 0,98 % mehr als budgetiert. Die beeinflussbaren Ausgaben, wie der Personalaufwand (– 0,2 Mio. CHF) oder der Sach- und Betriebsaufwand (– 0,1 Mio. CHF), liegen unter dem Budget. Auch der Finanzaufwand fällt geringer aus, insbesondere beim Zinsaufwand und beim baulichen Unterhalt des Finanzvermögens.
Die Nettoinvestitionen belaufen sich auf 17,6 Millionen Franken und liegen somit rund 5 Millionen Franken unter dem Budget. Die Selbstfinanzierung beläuft sich auf 6,6 Millionen Franken, woraus sich ein Finanzierungsfehlbetrag von 11,0 Millionen Franken ergibt.
Die Bilanzsumme beträgt 521 Millionen Franken. Dem Finanzvermögen von 346,4 Millionen Franken steht ein Fremdkapital von 231,2 Millionen Franken gegenüber. Das Nettovermögen liegt bei 115,2 Millionen Franken bzw. 2 636 Franken pro Einwohnerin und Einwohner. Laut der Thuner Finanzvorsteherin Andrea De Meuron ist dies eine einmalige Ausgangslage im Kanton Bern: Thun ist unter den vergleichbaren Städten die einzige Stadt mit einem Nettovermögen pro Einwohnerin und Einwohner.
(text:pd/bild:stadtthun)