8 MĂ€rz 2022

Thun verzichtet auf Ersatz des Aarequai GelÀnders

Ende 2021 wurden zwei parlamentarische Vorstösse zur Gestaltung des Aarequais eingereicht. Zum einen wird der Gemeinderat gebeten, insbesondere aus gestalterischen GrĂŒnden auf den Ersatz des GelĂ€nders am Aarequai zu verzichten. Zum anderen soll die Stadt Thun eine Verbreiterung des Quais zwischen MĂŒhleplatz und Brahms-Quai prĂŒfen. Der Thuner Gemeinderat will die Gesamtsituation am Aarequai im Detail analysieren und die komplexe Verbreiterung des Quais vertieft prĂŒfen. Um kein PrĂ€judiz zu schaffen, verzichtet er auf den Ersatz des GelĂ€nders.

Da die Höhe und die TragfĂ€higkeit des GelĂ€nders nicht mehr den heutigen Anforderungen entsprechen, muss die Stadt bei zu erwartenden grösseren Menschenansammlungen zusĂ€tzliche Sicherheitsmassnahmen treffen. So wird bei AnlĂ€ssen (z.B. Wasserzauber) eine ergĂ€nzende Absperrung angebracht. Das bereits ersetzte TeilstĂŒck des GelĂ€nders, das auf Anordnung des Regierungsstatthalteramtes zur Bemusterung montiert wurde, wird zurĂŒckgebaut.

Um die grundsĂ€tzliche Machbarkeit einer aareseitigen Verbreiterung des Quais zu prĂŒfen, tĂ€tigte die Stadt bereits diverse AbklĂ€rungen. Diese zeigen, dass das Vorhaben mit grossen rechtlichen HĂŒrden verbunden ist. Zur Realisierung wĂ€ren zahlreiche Ausnahmebewilligungen nötig, zum Beispiel im Bereich des GewĂ€sserschutzgesetzes oder des Wasserbaugesetzes. Demnach ist eine Umsetzung in absehbarer Zeit nicht möglich.

Der Gemeinderat erachtete die Idee jedoch als interessant und attestiert ihr gewisses Potential. Daher will er bei einer Annahme des Postulates die Idee im Zusammenhang mit weiteren Überlegungen zur Innenstadt weiter prĂŒfen und dafĂŒr entsprechende finanzielle Mittel vorsehen. Die beiden Vorstösse werden an der Stadtratssitzung vom 24. MĂ€rz behandelt.

(text:pd/bild:beo)