5 August 2021

Thun: Stadt erf├╝llt Vorgaben der Lohn-Gleichstellung

Die anfangs Jahr durchgef├╝hrte Lohngleichheitsanalyse zeigt, dass die Stadt Thun die Vorgaben erf├╝llt. Die Geschlechtsdifferenz liegt im Bereich des vom Bund tolerierten Werts. Dennoch will die Stadt Thun eine vertiefte Analyse des Lohnsystems vornehmen.

Um gleichwertige L├Âhne f├╝r Frauen und M├Ąnner garantieren zu k├Ânnen, f├╝hrte die Stadt Thun nach 2013 anfangs 2021 wiederum eine Lohngleichheitsanalyse durch. Dabei ├╝berpr├╝fte die Perinnova Compensation GmbH aus Aarau den auf Vollzeit standardisierten Gesamtverdienst von 818 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Die Resultate zeigen, dass die Stadt Thun die gesetzlichen Vorgaben des Bundesgesetzes ├╝ber die Gleichstellung von Frau und Mann erf├╝llt.

Die ├ťberpr├╝fung ergab eine Lohndifferenz von 5.02 Prozent zu Ungunsten der Frauen. Dieser Wert liegt, da nicht statistisch signifikant gr├Âsser als 5, im Toleranzbereich des Bundes. Trotzdem liess die Stadt Thun eine detaillierte Auswertung der Lohndaten vornehmen. Die Ursache der Lohndifferenz liegt daran, dass mit dem Standardanalyse-Tool des Bundes die 23 Lohnklassen des st├Ądtischen Entl├Âhnungssystems in lediglich vier Anforderungsniveaus zusammengefasst und somit die L├Âhne von bis zu 11 Lohnklassen miteinander verglichen werden. Analysiert man die L├Âhne der einzelnen Lohnklassen, betr├Ągt die Differenz noch 1.37 Prozent und lieg damit deutlich unter der Toleranzschwelle des Bundes.

Obwohl mit der vertieften Betrachtung die als nicht signifikant eingestufte Lohndifferenz erkl├Ąrbar ist, will der Gemeinderat eine Analyse des Entl├Âhnungssystems vornehmen lassen und unter anderem Lohnvergleiche mit anderen St├Ądten anstellen. Damit soll auch sichergestellt werden, dass keine gruppenspezifischen oder individuellen Lohndiskriminierungen bestehen.

(text:pd/bild:pixapay)