18 Oktober 2021

Thun: Stadt baut Verkehrsmesstellennetz auf

Im Januar bewilligte der Thuner Stadtrat einen Kredit fĂŒr ein stĂ€dtisches Verkehrsmonitoring. Eine wichtige Komponente sind dabei Verkehrsmessstellen. Ende Oktober beginnt die Stadt Thun an neun Standorten mit der Umsetzung.

Das stĂ€dtische MobilitĂ€tsreglement sieht vor, dass eine kĂŒnftige Steigerung des Verkehrsaufkommens primĂ€r ĂŒber umweltfreundliche VerkehrstrĂ€ger abgewickelt wird. Um die Entwicklungen erfassen zu können und die Wirksamkeit von Verkehrsmassnahmen zu ĂŒberprĂŒfen, sind zuverlĂ€ssige Daten unabdingbar. Deshalb errichtet die Stadt Thun ein Verkehrsmessstellennetz mit neun ZĂ€hlstandorten, unter anderem auf der Seestrasse, der Frutigenstrasse und der Allmendstrasse.

Das Messstellennetz erfasst sowohl die motorisierten Verkehrsteilnehmenden wie auch den Velo- und Fussverkehr. Zur Erfassung werden sogenannte Induktionsschleifen im Boden, Infrarot-Sensoren und 3D-Kameras eingesetzt. Die Erfassung erfolgt anonymisiert, so dass keine RĂŒckschlĂŒsse auf einzelne Verkehrsteilnehmende möglich sind. ErgĂ€nzend zum Verkehrsmessstellennetz werden an drei Standorten sogenannte Velobarometer aufgestellt. Es handelt sich dabei um Echtzeitanzeigen des Veloverkehrsaufkommens.

Die baulichen Arbeiten beginnen Ende Oktober. Zurzeit werden auf den Fahrbahnen Markierungen angebracht. FĂŒr die Messstellen mĂŒssen unter anderem schmale KanĂ€le fĂŒr die Induktionsschleifen in die FahrbahnbelĂ€ge gefrĂ€st, die ErfassungsgerĂ€te montiert und die Stromversorgungen erstellt werden. Mit grösseren Verkehrsbehinderungen ist nicht zu rechnen. Die Arbeiten dauern pro Standort nur wenige Stunden und werden bei Bedarf von Verkehrsdiensten begleitet. Die Hauptarbeiten dauern bis Januar 2022. Danach nimmt die Stadt das Messsystems in Betrieb. Mindestens ein Velobarometer benötigt aufgrund der Lage eine Baubewilligung und wird daher spĂ€ter in Betrieb genommen, voraussichtlich im Laufe des Jahres 2022.

FĂŒr das Verkehrsmonitoring bewilligte der Stadtrat im Januar einen Kredit von 1.6 Mio. Franken. Die Kosten fĂŒr die Realisierung der Messstellen belaufen sich auf knapp 400’000 Franken.

(text:pd/bild:beo)