9 Januar 2023

Thun schw├Ąchelt bei der Steuerkraft

Eigentlich sollten die Berner St├Ądte Thun und Biel zu den Wirtschaftsmotoren geh├Âren und dank Steuergeldern prall gef├╝llte Kassen vorweisen. Punkto Steuerkraft schw├Ąchelt Thun – genauso wie die anderen regionalen Zentren Biel, Langenthal und Burgdorf. Zwar liegt Thun beim harmonisierten Steuerertragsindex mit einem Wert von 96 nur knapp unter dem kantonalen Durchschnitt von 100, und auch deutlich vor dem vergleichbaren Biel mit 83, allerdings liegt die Alpenstadt auch deutlich abgeschlagen hinter der Stadt Bern mit 136. W├Ąhrend die Stadt Bern trotz finanzieller Schieflage also inb den kantonalen Finanzausgleich einzahlt, erhalten Biel und Thun Geld aus dem Topf.

Man sei bestrebt, das zu ├Ąndern, erkl├Ąrt der Thuner Stadtpr├Ąsident Raphael Lanz gegen├╝ber Radio BeO, und sei dabei auch auf guten Weg: Der Stadt Thun sei es in den letzten Jahrzehnten gelungen, ihre Wirtschaft breiter und stabiler aufzustellen. Ausserdem entwickle sich das Einkommen der nat├╝rlichen Personen in Thun dynamischer als im kantonalen Durchschnitt. Die 100 d├╝rften also in Reichweite sein. Das werde aber auch den Nachteil haben, dass Thun dann in den Finanzausgleich einzahlen muss, statt Gelder zu erhalten, betont Lanz weiter. Und, wie etwa die steuerkr├Ąftige Stadt Bern zeige, heisse eine hoche steuerkraft nicht unbedingt, dass man finanziell gut dastehe. Es gelte weiterhin, mit den Steuergeldern haush├Ąlterisch umzugehen.

(text:csc/bild:pixabay)