11 Juli 2022

Thun mit vielen Ideen fĂŒr das Bahnhofquartier

Der Gemeinderat will fĂŒr die Entwicklung des Stadtquartiers Bahnhof Thun zusammen mit der GrundeigentĂŒmerschaft und der Bevölkerung eine breit abgestĂŒtzte und tragfĂ€hige Lösung finden. Dazu wendet die Stadt mit der Charrette eine spezielle, ergebnisoffene und dynamische Planungsmethode an: Drei interdisziplinĂ€re Teams suchen dabei im Dialog mit Expertinnen, GrundeigentĂŒmern und Interessenvertretenden Antworten auf Fragen zu MobilitĂ€t, StĂ€dtebau und Freiraum im Stadtquartier Bahnhof Thun. Mit dieser Gesamtbetrachtung werden kurz- bis langfristige Szenarien entwickelt, die aufzeigen, was der Bahnhofsraum in Zukunft leisten soll.

Die Resultate prĂ€sentierten sie dem Plenum am zweiten Charrette-Workshop vom 7./8. Juli in der Stadthalle in Thun. Um den Lösungshorizont bewusst zu erweitern, konzentrieren sich die prĂ€sentierten Szenarien nicht nur auf das aus heutiger Sicht Machbare. Es werden auch langfristige AnsĂ€tze entwickelt und geprĂŒft, die aus heutiger Sicht als visionĂ€r oder gar unrealistisch angesehen werden. So schlugen die Teams auf dem Bahnhofsplatz einen Buspark oder eine Rambla nach spanischem Vorbild vor. FĂŒr das Areal Rosenau-Scherzligen wurde ein «junges Ufer» an der Aare skizziert, entlang dem sich urbanes Arbeiten, Geselligkeit und nachbarschaftliches Wohnen erstrecken könnten.

An der Schlussveranstaltung vom 30. August werden die Teams ihre ĂŒberarbeiteten Entwicklungsszenarien fĂŒr das Stadtquartier Bahnhof Thun prĂ€sentieren und anschliessend der Stadt Thun ĂŒbergeben. Die Erkenntnisse aus der Charrette fliessen in das sogenannte «Leistbild» (was soll der Ort leisten?) ein, das wĂ€hrend des Verfahrens gemeinsam mit der GrundeigentĂŒmerschaft und Interessenvertretenden fortlaufend weiterentwickelt wird und als breit abgestĂŒtzte und belastbare Grundlage fĂŒr weitere Planungen dienen soll.

(text:pd/bild:archiv)