14 Januar 2022

Thun misst neu das Verkehrsaufkommen

Im Januar 2021 bewilligte der Thuner Stadtrat einen Kredit fĂŒr ein stĂ€dtisches Verkehrsmonitoring. Eine wichtige Komponente sind Verkehrsmessstellen. Seit anfangs Jahr sind neun Messtellen und auch zwei Velobarometer in Betrieb.

Seit 2017 ist das stĂ€dtische MobilitĂ€tsreglement in Kraft. Es sieht vor, eine kĂŒnftige Steigerung des Verkehrsaufkommens primĂ€r ĂŒber umweltfreundliche Verkehrsmittel abzuwickeln. Um die Entwicklungen erfassen zu können und die Wirksamkeit von Verkehrsmassnahmen zu ĂŒberprĂŒfen, sind zuverlĂ€ssige Daten unabdingbar. Deshalb errichtete die Stadt Thun 2021 ein Verkehrsmessstellennetz (vgl. Medienmitteilung vom 18. Oktober 2021). Dieses ist auch Teil der Smart-City-Bestrebungen.

Seit Jahresbeginn erfasst das Messstellennetz an neun ĂŒber die Stadt verteilten Standorten Tag und Nacht das Verkehrsaufkommen (motorisierter Verkehr sowie Velo- und Fussverkehr). Die Erfassung erfolgt anonymisiert, so dass keine RĂŒckschlĂŒsse auf einzelne Verkehrsteilnehmende möglich sind. Die Daten werden in einer jĂ€hrlichen Berichterstattung zusammengefasst und ausgewertet.

ErgÀnzend zum Verkehrsmessstellennetz werden sogenannte Velobarometer aufgestellt. Es handelt sich dabei um Echtzeitanzeigen des Veloverkehrsaufkommens. Das Display der Velobarometer zeigt das tÀgliche und das jÀhrliche Veloverkehrsaufkommen am Standort an. Die Velobarometer an den Standorten «Seestrasse Nr. 12» und «LÀnggasse Nr. 29» sind bereits in Betrieb. Das dritte geplante Velobarometer an der Grabenstrasse benötigt aufgrund der Lage vertiefte AbklÀrungen zur BewilligungsfÀhigkeit. Es soll voraussichtlich im Laufe des Jahres 2022 in Betrieb genommen werden.

FĂŒr das Verkehrsmonitoring bewilligte der Stadtrat im Januar einen Kredit von 1,6 Millionen Franken. Die Kosten fĂŒr die Realisierung der Messstellen belaufen sich auf knapp 400’000 Franken.

(text:pd/bild:zvg-thun)