26 Mai 2024

Barrage-Hinspiel: SpÀter Penalty verhindert FC Thun-Sieg

Das Barrage-Hinspiel zwischen den Grasshoppers und dem FC Thun endet 1:1. Giotto Morandi verhindert die Niederlage des Super-League-Klubs in letzter Sekunde.

In einer chancenarmen ersten Halbzeit besass die Mannschaft von Marco SchĂ€llibaum mehr Spielanteile. Richtig gefĂ€hrlich wurde es vor Mateo Matic, dem ehemaligen GC-Goalie, jedoch selten. Ausser in den Startminuten, als Marco BĂŒrki in der Spielauslösung einen Gegenspieler traf und Asumah Abubakar allein vor dem Thuner Goalie auftauchte. Der Fauxpas des Thuner Captains blieb aber ungestraft.

Und eine bessere Möglichkeit konnten sich die Grasshoppers in der Folge nicht erarbeiten, trotz deutlich mehr Ballbesitz. Der Fokus des Challenge-League-Zweiten lag offensichtlich auf einer soliden Defensive mit dem Ziel, ohne Gegentor zu bleiben. Nach dem Seitenwechsel wagte sich der FCT aber einige Male in die Offensive – und wurde prompt belohnt.

Erst prĂŒfte Leonardo Bertone GC-Goalie Justin Hammel mit einem Schuss von der Strafraumgrenze, dann setzte sich Linksverteidiger Dominik Franke auf der linken Seite energisch durch. Der Pass des Deutschen fand in der Mitte Marc Gutbub, der aus kurzer Distanz zur FĂŒhrung traf.

Die Thuner stellten in dieser Saison die beste Offensive der Challenge League (73 Tore) und feierten einen Vereinsrekord bezĂŒglich Punkten (76). Insofern traten sie im Letzigrund mit dem Selbstvertrauen eines Teams auf, das in vielerlei Hinsicht eine starke Saison absolviert.

Es ist eine Eigenschaft, welche die Grasshoppers in der Super League nur selten an den Tag legen konnten. Auch wenn sie unter Trainer SchÀllibaum tendenziell stabiler und mutiger auftraten als unter dessen VorgÀnger Bruno Berner.

Auch in der Schlussphase dieses Barrage-Hinspiels packte GC der Mut der Verzweiflung, der zu einigen vielversprechenden Torchancen fĂŒhrte. Sowohl Tsiy Ndenge, der eingewechselte Pascal SchĂŒrpf oder Francis Momoh brachten den Ball aber entweder nicht auf das Tor, oder scheiterten am stark reagierenden Matic. In der allerletzten Minute war aber auch er machtlos. Giotto Morandi verwandelte einen Penalty souverĂ€n, nachdem BĂŒrki fĂŒr ein Handspiel im Strafraum bestraft worden war.

Thun ist in dieser Saison zuhause ungeschlagen. Von 18 Partien endeten nur deren drei unentschieden, alle anderen konnten die Berner OberlĂ€nder gewinnen. Es ist ein eindrĂŒcklicher Beleg der HeimstĂ€rke, und ein Fakt, der den Grasshoppers nicht Mut machen wird im Hinblick auf das RĂŒckspiel vom kommenden Freitag in der Thuner Stockhorn Arena. Um nach 2019 den neuerlichen Abstieg zu verhindern, muss der Rekordmeister als erstes Team in dieser Spielzeit in Thun gewinnen.

(text:sda/foto:keystone)