22 Oktober 2021

Thun: Der FC Thun gewinnt das AuswÀrtsspiel in Aarau mit 2:0

Das Motto der OberlÀnder war heute Abend sicherlich: Defence first!

Ein sehr kontrollierter Start der Thuner, die natĂŒrlich ihrem TorhĂŒter den Einstand auch erleichtern wollten. Zwischen den Pfosten stand nĂ€mlich zum ersten Mal in der Challenge League der Jungspund Nino Ziswiler. StammtorhĂŒter Andreas Hirzel fehlte den Thuner verletzt, ihn plage jedoch keine schwere Verletzung, wie es von Seiten des Clubs hiess. So kam Ziswiler also einen Tag vor seinem 22. Geburtstag zu seinem Challenge-League-Debut.

Seine Startphase verlief ruhig, genau so wie auch jene von seinem GegenĂŒber Simon Enzler im Tor der Aarauer. Die beiden Mannschaften neutralisierten sich die ersten 25 Minuten mehrheitlich. Vereinzelt gab es Vorstösse auf der einen oder anderen Seite, die jedoch zu ungenau gespielt wurden und deswegen kaum Gefahr ausstrahlten. So konnte sich der Zuschauer ob der Kulisse erfreuen. Gut gefĂŒllte TribĂŒnen sĂ€umten das BrĂŒgglifeld und da leisteten auch die Fans des FC Thun ihren Beitrag. Der GĂ€stesektor war gut gefĂŒllt, waren doch viele Fans dem Aufruf der Fanszene gefolgt zusammen nach Aarau zu reisen und die Mannschaft zu unterstĂŒtzen.

Nach gut 25 Minuten liessen sich die Spieler auf dem Feld endlich vom energischen Publikum anstecken, die Partie nahm Fahrt auf. Vorerst vor allem das Heimteam. Der FC Aarau spielte sich einige Chancen heraus, respektive holte sich einige gute Standartsituationen heraus. So wie den Corner in der 32. Minute. In der Mitte stieg Marco Thaler am höchsten und auch als einziger und hatte so auch keine MĂŒhe den Ball mit dem Kopf perfekt am jungen Ziswiler vorbei zu köpfen. Zum GlĂŒck fĂŒr den FC Thun nahm StossstĂŒrmer Alexander Gerndt seine defensiven Pflichten sehr ernst: In höchster Not klĂ€rte er den Ball noch von der Linie. Fortan war Thun gefordert auch endlich offensiv in Erscheinung zu treten. Was in der Defensive beim FC Thun so gut lief in der ersten Halbzeit war Offensiv noch StĂŒckwerk. Chancen waren Mangelware. Und weil Aarau in der Folge ebenfalls wieder etwas nachliess, gingen wir mit dem logischen 0:0 Unentschieden in die Pause.

In die zweite Halbzeit starteten die Thuner etwas dynamischer als die Aarauer, hatten frĂŒh zwei gute Möglichkeiten. Dann aber kam die Grosschance fĂŒr den FC Aarau, namentlich fĂŒr Randy Schneider. Er aber scheiterte am hervorragend agierenden Schlussmann der Thuner Nino Ziswiler.

Im Anschluss versuchte Carlos Bernegger von der Seitenlinie etwas Einfluss zu nehmen. In der 58. Spielminute vollzog er einen Dreifachwechsel, die HĂ€lfte der Offensive ersetzte er mit frischen KrĂ€ften, in der Hoffnung, dass der FC Thun endlich wirklich zwingende Chancen kreiren konnte. ZunĂ€chst wurde die Partie aber nicht reicher an Torszenen, sondern an Foulspielen. Schiedsrichter Alain Bieri zĂŒckte einige Male den gelben Karton um die Spieler zu Verwarnen.

Diese nahmen sich diese Warnungen zu Herzen und konzentrierten sich in der Folge wieder aufs Fussballspielen. Und dann geschah, auf was wir schon lange gewartet haben: Der Ball zappelte in der 67. Minute endlich im Netz. Ein kurioser Treffer, der nur deswegen zustande kam, weil der Aarauer Innenverteidiger LĂ©on Bergsma beim KlĂ€rungsversuch den Ball nicht wunschgemĂ€ss traf und so die perfekte Vorlage fĂŒr den eingewechselten Daniel dos Santos produzierte. Dieser liess sich alleine vor dem Tor nicht zweimal bitten und netzte eiskalt ein.

Zehn Minuten spĂ€ter kam der FC Thun zu einem Corner. Innenverteidiger und 2-Meter-Mann Nikki Havenaar liess sich ebenfalls im Strafraum blicken wollte auf den Ball gehen, wurde beim Versuch aber regelwidrig gestört. Alain Biere, dem Unparteiischen blieb nichts anderes ĂŒbrig, als auf den Punkt zu zeigen. Penalty fĂŒr den FC Thun. Topskorer Saleh Chihadeh schnappte sich die Kugel und versenkte eiskalt zum 0:2. Der Weg zum Sieg war geebnet. Aarau vermochte nicht mehr zu reagieren, respektive Thun verteidigte leidenschaftlich und brachte die drei Punkte ins Trockene.

Mit diesem Sieg ĂŒber den FC Aarau zieht der FC Thun nun punktemĂ€ssig am Gegner vorbei. Nach 11 Spielen steht Thun nun mit 19 Punkten und auf Tabellenplatz 2 da. Das nĂ€chste Spiel fĂŒr den FC Thun steht bereits am Mittwoch an: Zu Hause in der Stockhornarena empfangen die OberlĂ€nder den Super League Club Servette Genf zum Cup-Achtelfinal.

(text:ye/bild:yf)