Teurer Meistertitel für Thun und Hilfe der Visana
An der Generalversammlung des FC Thun gestern wurde erneut klar, wie viel der Aufstieg und der Meistertitel den FC Thun gekostet haben. Per Ende Juni 2026 schliesst der FC Thun mit einem Minus von 6.7 Millionen Franken ab. Dazu kommt noch das Minus, welches aus der letzten Rechnungsperiode mitgetragen wird, das schon über neun Millionen Franken beträgt. Linderung ist im kommenden Jahr in Sicht, wenn die Transfererlöse aus dem Sommer und die Gewinne aus der Conference League-Kampagne einfliessen. Man rechnet aktuell mit rund vier Millionen Plus im laufenden Geschäftsjahr. Trotzdem bleibt das strukturelle Defizit bestehen und dort bleiben die angedachten Lösungen laut FC Thun Präsident Andres Gerber die alten. Auch mit dem neuen Grossaktionär Alexander Lühr und seiner Berner Oberland United AG will der FC Thun im besten Fall durch lokale Sponsoren breit abgestützt sein um eine schwarze Null schreiben zu können. Bis dahin bleibt das Defizit aber bestehen und der Tanz auf der Rasierklinge geht weiter.
Die GV nahm gestern jedenfalls alle Geschäfte inklusive der tiefroten Rechnung ohne Gegenstimme an und feierte noch einmal ausgiebig den Meistertitel, der Leid und Freude brachte.
Klar wurde gestern zudem, wer der stille Investor im Hintergrund war: Die Stadionbesitzerin Visana griff dem FC Thun mit der Visana Beteiligungen AG mit 2.5 Millionen Franken unter die Arme. Dafür erhielt sie ein Aktienpaket, wie Thun-Präsident Andres Gerber an der Generalversammlung des FC Thun mitteilte. Dieses ist nun aber im Besitz von Alexander Lühr.
(text&bild:ogr)