1 Juli 2022

Teils heftige Gewitter und Kaltfront bringen der Schweiz Abk├╝hlung

Die st├Ąrkste Gewitterb├Âe seit Messbeginn in Locarno TI, bis zu f├╝nf Zentimeter grosse Hagelk├Ârner im Kanton Bern und mancherorts sintflutartiger Regen: Kr├Ąftige Gewitter sind am Donnerstag und in der Nacht auf Freitag ├╝ber die Schweiz gezogen.

Betroffen waren etwa das Berner Oberland, das Mittelland, der Jura, die Ostschweiz und das Tessin. Mancherorts kam es zu ├ťberschwemmungen, ├╝ber gr├Âssere Sch├Ąden war zun├Ąchst aber nichts bekannt.

Im Kanton Schwyz trat laut Angaben der Polizei zwischen Pf├Ąffikon und Freienbach ein Bach ├╝ber die Ufer. Die Hauptstrasse zwischen den beiden Orten wurde deswegen gesperrt.

In Burgdorf BE liess eine Superzelle Hagelk├Ârner mit Durchmesser von bis zu f├╝nf Zentimetern herunterprasseln, wie SRF Meteo mitteilte. Hagel gab es demnach auch andernorts, so etwa in den Kantonen Jura und Basel-Stadt.

Viele Wetterstationen verzeichneten starke bis st├╝rmische B├Âen. Nach Mitternacht zog ein Starkgewitter ├╝ber das Tessin. Die aus S├╝dwesten herein ziehende Hagelzelle brachte auf der Cimetta eine Orkanb├Âe von 129 Kilometern pro Stunde, in Locarno-Monti waren es knapp 117 Km/h. Laut Meteoschweiz war es dort die st├Ąrkste Gewitterb├Âe seit Messbeginn.

Am meisten Niederschlag am Donnerstag fiel in Kiesen BE mit 61 Millimetern, wie Meteonews mitteilte. Die gr├Âsste Regenmenge innert zehn Minuten ging ebenfalls im Tessin nieder. In Locarno-Monti waren es 21,0 Millimeter.

Insgesamt knapp 29’000 Blitzeinschl├Ąge wurden von Donnerstagmittag bis Freitag fr├╝h registriert. Mehrere tausend davon alleine im Kanton Bern.

Die Gewitter gingen einer Kaltfront voraus, die am Freitag weiter ├╝ber die Schweiz zog und eine deutliche Abk├╝hlung im Land brachte. In den Alpen erwarteten Meteorologen gebietsweise weiter grosse Regenmengen. Besonders auf der Alpens├╝dseite seien am Freitag weitere kr├Ąftige Gewitter m├Âglich, hiess es.

(text:sda/bild:unsplash-symbolbild)