29 Februar 2024

Tarifverhandlungen bei Deutscher Bahn erneut gescheitert

Bei der Deutschen Bahn drohen erneut Streiks. Die vor einigen Wochen wieder aufgenommenen Tarifverhandlungen zwischen der Deutschen Bahn und der Lokf├╝hrergewerkschaft GDL sind nach Angaben des bundeseigenen Konzerns gescheitert.

Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivf├╝hrer habe die Verhandlungen abgebrochen, teilte die Bahn am Donnerstag mit. Zuvor hatte die „Bild“-Zeitung berichtet. Die GDL war zun├Ąchst nicht f├╝r eine Stellungnahme erreichbar.

„Trotz weitreichender Zugest├Ąndnisse der Deutschen Bahn (DB) und trotz des Einsatzes von zwei erfahrenen Moderatoren hat die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivf├╝hrer (GDL) die vertraulichen Tarifverhandlungen mit der Bahn heute fr├╝hzeitig platzen lassen“, teilte die Bahn mit. Gescheitert seien die Gespr├Ąche auch dieses Mal an der Kernforderung der GDL nach einer Absenkung der Wochenarbeitszeit f├╝r Schichtarbeiter von 38 auf 35 Stunden. Zudem will die Gewerkschaft unter ihrem Chef Claus Weselsky auch f├╝r Teile der Infrastruktur Tarifvertr├Ąge aushandeln. Beide Punkte lehnt die Bahn bisher ab.

Die Tarifverhandlungen bei der Bahn hatten Anfang November begonnen. Schon nach der zweiten Gespr├Ąchsrunde erkl├Ąrte Claus Weselsky die Verhandlungen f├╝r gescheitert und leitete eine Urabstimmung ein. Insgesamt viermal legte die GDL mit zwei Warnstreiks und zwei l├Ąngeren Streiks weite Teile des Bahnverkehrs in Deutschland lahm. Fern-, Regional- und G├╝terverkehr standen ├╝ber Tage still.

(text:sda/bild:keystone)