25 September 2023

Tamedia-Mitarbeitende demonstrieren in Lausanne gegen Stellenabbau

Rund 70 Mitarbeitende von Tamedia haben am Montag in Lausanne gegen den geplanten Stellenabbau des Medienunternehmens in der Westschweiz protestiert. Gleichzeitig begann eine erste Verhandlungsrunde zwischen Geschäftsleitung, Mitarbeitenden und Gewerkschaften.

An der Protestversammlung vor dem Edipresse-Turm nahmen Mitarbeitende von „24 heures“, „Tribune de Gen√®ve“ und der gemeinsamen Redaktion der Westschweizer Tamedia-Titel sowie verschiedener redaktioneller Abteilungen teil. „Keine Infos ohne Journalisten“ und „Tamedia t√∂tet immer eure Medien“ war auf Plakaten und Spruchb√§ndern zu lesen. Die Z√ľrcher Mediengruppe hatte vergangenen Mittwoch angek√ľndigt, in diesem Herbst bis zu 28 von 247 Stellen in der Romandie zu streichen.

Mehrere Waadtl√§nder Links-Politiker waren vor Ort, um ihre Unterst√ľtzung zu bekunden. Unter ihnen befanden sich SP-Nationalrat Pierre-Yves Maillard, Pr√§sident des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes (SGB), und der Gr√ľne Rapha√ęl Mahaim.

Die Demonstranten prangerten die „Salamitaktik“ der K√ľrzungen durch die TX Group an. Einige Mitarbeitenden betraten daraufhin das Geb√§ude, um die erste Verhandlungsrunde mit dem Verlag zu beginnen. Die Gespr√§che sind bis zum 8. Oktober angesetzt.

Auch in der Deutschschweiz kommt es bei Tamedia zu einem Abbau, allerdings in kleinerem Umfang. Bis zu 20 Stellen sollen dort wegfallen. Vom Sparpaket von insgesamt sechs Millionen Franken entfallen 3,5 Millionen Franken auf die Romandie.

(text:sda/bild:tamedia.ch)