13 Juni 2022

Schweizer Talfahrt an der Börse geht weiter

Der Schweizer Aktienmarkt hat am Montag die Talfahrt der Vorwoche fortgesetzt. Der Leitindex SMI rutschte zum zweiten Mal im laufenden Jahr unter die Marke von 11’000 Punkten.

An den Bösen weltweit herrscht wegen der ĂŒberraschend hohen Teuerung in den USA seit Freitagnachmittag eine Ausverkaufsstimmung. Die Daten hĂ€tten die Hoffnungen der Investoren definitiv zerstört, dass die Teuerung lediglich ein vorĂŒbergehendes PhĂ€nomen sei, heisst es in Marktkreisen. Vielmehr mĂŒsse man sich wohl auf eine lĂ€ngere Phase steigender Preise einstellen.

Die ZinsĂ€ngste verstĂ€rken sich deshalb weiter und die Stimmen, welche fĂŒr diesen Mittwoch am Treffen der US-Notenbank einen grossen Zinsschritt von 0,75 Prozent vorhersagen, mehren sich. Laut einem Kommentar von Swissquote werden die Chancen auf einen derart hohen Zinsschritt mittlerweile auf ĂŒber 50 Prozent eingeschĂ€tzt.

Dies wiederum weckt Ängste vor einer Rezession, sagen Börsianer. Die angeschlagene Stimmung wird ausserdem von neuen Massentests im Zusammenhang mit Corona in China getrĂŒbt.

Der Swiss Market Index (SMI) gibt um 10.30 Uhr rund 1,5 Prozent nach und notiert bei 10’920 Punkten. Am letzten Freitag hatte das Börsenbarometer schon 2,1 Prozent nachgegeben. Das bisherige Jahrestief markierte der SMI Anfang MĂ€rz bei 10’871 Punkten kurz nach Beginn des Ukraine-Kriegse.

Die stÀrksten Verluste im SMI verbuchen aktuell Richemont (-4,1%). Verluste von mehr als 3 Prozent erleiden dahinter Logitech und Partners Group. Neun weitere Papiere geben mehr als 2 Prozent nach. Einziger Gewinner bei den 20-SMI-Titeln sind aktuell die defensiven Nestlé-Aktien.

An anderen HandelsplĂ€tzen geht es zum Teil noch stĂ€rker abwĂ€rts. So bĂŒsst der deutsche DAX 2,0 Prozent ein und der französische CAC 40 2,3 Prozent. In Japan hatte davor der Leitindex Nikkei 225 3,0 Prozent tiefer geschlossen.

(text:sda/bild:unsplash-symbolbild)