16 M├Ąrz 2023

Tag der Entscheidung ├╝ber Rentenreform in Frankreich

Nach wochenlangen Protesten und hitzigen Debatten k├Ânnte der Streit um die Rentenreform in Frankreich ein Ende nehmen. Der Senat und die Nationalversammlung stimmen am Donnerstag ├╝ber die Pl├Ąne der Regierung zur schrittweisen Anhebung des Renteneintrittsalters von 62 auf 64 Jahre ab. Bereits am Nachmittag k├Ânnte das umstrittene Vorhaben damit beschlossen sein. Doch der Regierung und Staatschef Emmanuel Macron k├Ânnte bei einem ihrer wichtigsten Projekte auch eine Schlappe bevorstehen.

Derzeit liegt das Renteneintrittsalter in Frankreich bei 62 Jahren. Tats├Ąchlich beginnt der Ruhestand im Schnitt aber sp├Ąter: Wer f├╝r eine volle Rente nicht lange genug eingezahlt hat, arbeitet l├Ąnger. Mit 67 Jahren gibt es dann unabh├Ąngig von der Einzahldauer Rente ohne Abschlag – dies will die Regierung beibehalten, auch wenn die Zahl der n├Âtigen Einzahljahre f├╝r eine volle Rente schneller steigen soll. Die monatliche Mindestrente will die Regierung auf etwa 1200 Euro hochsetzen. Mit der Reform will sie gegen drohende L├Âcher in der Rentenkasse vorgehen.

Das Vorhaben ging bereits in erster Lesung durch beide Kammern des franz├Âsischen Parlaments. Am Mittwoch erarbeitete eine Kommission aus Abgeordneten und Senatoren dann einen Kompromisstext. Am Morgen stimmt nun der Senat dar├╝ber ab. Die Zustimmung des konservativ gepr├Ągten Oberhauses des Parlaments gilt als gewiss.

(text:sda/bild:unsplash)