5 Februar 2024

Swisspeace: Schweiz muss Finanzierung der UNRWA weiterf├╝hren

Die Schweiz soll laut der Friedensstiftung Swisspeace das Uno-Pal├Ąstinenserhilfswerk UNRWA weiterhin finanzieren. Die Vorw├╝rfe gegen einige Mitarbeiter seien bedauerlich, aber kein Grund, die gesamte Organisation in Frage zu stellen, sagte Direktor Laurent Goetschel.

„Ich bin nicht der Meinung, dass die Schweiz die Finanzierung der Uno-Agentur f├╝r pal├Ąstinensische Fl├╝chtlinge (UNRWA) aussetzen sollte“, sagte Goetschel in einem am Montag ver├Âffentlichten Interview mit „Le Temps“. „Dass Mitarbeiter an den Terrorakten vom 7. Oktober beteiligt waren, ist bedauerlich und die Personen m├╝ssen bestraft werden“, so der Swisspeace-Direktor, „aber das ist kein Grund, die gesamte Organisation in Frage zu stellen.“

Zurzeit gebe es keine Alternative f├╝r die Bildung und die Gesundheit der pal├Ąstinensischen Bev├Âlkerung, sagte Goetschel. Mit Blick auf die die UNRWA finanzierenden Staaten f├╝gte er an: „Wenn sie sie in der Vergangenheit h├Ątten reformieren wollen, h├Ątten sie es nur tun m├╝ssen.“

Die UNRWA steht im Zentrum einer Kontroverse, seit Israel 12 der 30’000 regionalen Mitarbeiter beschuldigt hat, in den Angriff der islamistischen Pal├Ąstinensergruppe Hamas auf Israel vom 7. Oktober verwickelt gewesen zu sein.

Als Reaktion darauf haben ein Dutzend L├Ąnder, darunter wichtige Geber wie die USA, Deutschland, Grossbritannien und Schweden, angek├╝ndigt, ihre Finanzierung f├╝r das Hilfswerk auszusetzen. Der EU-Aussenbeauftragte Josep Borrell hatte am Donnerstag eindringlich davor gewarnt, die Finanzierung des Hilfswerks einzustellen. Die Schweiz wartet auf weitere Informationen, bevor sie eine Entscheidung ├╝ber ihre UNRWA -Unterst├╝tzung trifft, wie das Aussendepartement Ende Januar mitteilte.

(text:sda/bild:keystone)