21 Dezember 2022

Swisscom-VR soll neuen Vertreter des Bundes erhalten

Die Swisscom plant einen Umbau ihrer Teppichetage. Die Konzernleitung soll von heute sechs auf neun Mitglieder erweitert werden. Gleichzeitig will der Bundesrat einen neuen Staatsvertreter f├╝r den Verwaltungsrat bestimmen.

Mit dem Schritt will der Telekommunikationskonzern laut einer Mitteilung vom Mittwochabend verschiedene Unternehmensbereiche st├Ąrken. Konkret sollen Martin V├Âgeli und Stefan N├╝nlist als Chefs der Bereiche „Security & Corporate Affairs“ und „Communications & Responsibility“ in die Konzernleitung aufr├╝cken.

Auch der Leiter oder die Leiterin des auf Anfang 2023 neu geschaffenen Bereiches „Strategy & Business Development“ wird nach den Pl├Ąnen der Swisscom in die Konzernleitung einziehen. Wer den Bereich ├╝bernehmen wird, welcher f├╝r die Identifizierung neuer Wachstumsfelder verantwortlich sein wird, will die Swisscom im Verlauf des ersten Halbjahres 2023 kommunizieren, erkl├Ąrte der Konzern auf Anfrage der Nachrichtenagentur AWP.

Die oberste operative F├╝hrungsebene der Swisscom umfasst aktuell lediglich f├╝nf Mitglieder, weil Christoph Aeschlimann seit seiner Ernennung zum Konzernchef seinen fr├╝heren Gesch├Ąftsbereich „Netzwerke und Infrastruktur“ interimistisch immer noch leitet. Gerd Niehage, der k├╝nftige Chef des Bereiches, tritt sein Amt erst am 1. M├Ąrz 2023 an.

Zudem schl├Ągt die Swisscom der Generalversammlung vom kommenden Fr├╝hjahr Monique Bourquin zur Wahl in den Verwaltungsrat vor. Sie ersetzt dort die per Ende M├Ąrz scheidende Barbara Frei, welche dieses Amt seit 2012 aus├╝bte.

Beiden Vorhaben hat der Bundesrat am Mittwoch gr├╝nes Licht gegeben. So hat er unter anderem einer Erh├Âhung der Obergrenze der Verg├╝tung der Konzernleitung zugestimmt. Zudem will der Bundesrat die Vertretung des Bundes im Swisscom-Verwaltungsrat neu regeln.

Aktuell vertritt Renzo Simoni den Bund; er vertritt den Mehrheitsaktion├Ąr seit 2017 in dem Gremium. Das Departement f├╝r Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) werde in Zusammenarbeit mit dem Finanzdepartement (EDF) nun bis Ende Februar die neue Staatsvertretung beantragen, teilte der Bundesrat mit.

Der Bundesrat wolle die Wahrnehmung der Bundesinteressen im Verwaltungsrat der Swisscom verst├Ąrken, hiess es im Communiqu├ę w├Ârtlich.

(text:sda/bild:sda)