27 Juli 2026

Swiss Re sieht erheblich unversicherte Schäden durch Waldbrände

Durch die grossen Waldbrände in Teilen Frankreichs und Spaniens sind nach Angaben des Schweizer Rückversicherers Swiss Re erhebliche volkswirtschaftliche Schäden zu erwarten. Für viele Betroffene fehlten entsprechende Versicherungen. Das genaue Ausmass lasse sich noch nicht abschätzen.

„Es gibt verschiedene Anzeichen dafür, dass es sich um einen der schwersten Waldbrände handelt, die Frankreich je erlebt hat“, erklärte Rogier de Jong, Spezialist für Naturkatastrophen bei Swiss Re, auf Anfrage der Nachrichtenagentur AWP. Zudem sei es schon das zweite Jahr mit vielen Waldbränden in Europa in Folge.

„In Frankreich hat die insgesamt verbrannte Fläche den Höchstwert der vergangenen 20 Jahre bereits überschritten, und mehrere Brände haben erhebliche volkswirtschaftliche und versicherte Schäden verursacht“, so de Jong weiter. Die aktuellen Waldbrände folgen auf zwei aussergewöhnliche landesweite Hitzewellen im Juni und Juli.

Mit dem Klimawandel nehmen laut dem Experten solche Bedingungen, die Waldbrände begünstigen, vor allem in Südwesteuropa zu und breiten sich zunehmend auch auf Regionen aus, die bislang weniger stark von Waldbränden betroffen waren.

Die Zahl der Schäden nehme auch daher zu, weil die Übergangszonen, wo Siedlungen direkt an bewaldete oder vegetationsreiche Gebiete grenzen, stark zugenommen hätten, erklärte der Spezialist weiter. Gerade in diesen Risikoregionen sei die Bevölkerung in den letzten Jahrzehnten stärker als im Durchschnitt gewachsen.

(text:sda/bild:keystone)