27 September 2021

Swiss k├╝ndigt Entlassungen von Impf-Unwilligen an

Die Fluggesellschaft Swiss warnt ungeimpfte Mitarbeitende vor einer K├╝ndigung. Die Fluggesellschaft spricht voraussichtlich ab Ende Januar 2022 K├╝ndigungen aus f├╝r Mitarbeitende, die sich gegen das Coronavirus nicht impfen lassen wollen, wie sie angibt.

Cockpit- und Kabinenangestellte, die mehr Zeit f├╝r die Entscheidung ben├Âtigten, k├Ânnten vorerst f├╝r rund sechs Monate ihre Arbeit niederlegen und innerhalb dieser Zeit wieder zur├╝ckkehren, sofern sie vollst├Ąndig geimpft sind, teilte ein Sprecher auf Anfrage mit. Wer sich allerdings partout nicht impfen lassen m├Âchte, wird entlassen.

K├Ânnen Mitarbeitende medizinische Gr├╝nde vorweisen, warum sie sich nicht impfen lassen k├Ânnen, werden laut dem Sprecher aber individuelle L├Âsungen gesucht, hiess es weiter.

Das Nichterf├╝llen des Impfobligatoriums ist laut der Swiss eine Pflichtverletzung gem├Ąss Arbeitsvertrag, die Massnahmen in einem Stufenverfahren nach sich ziehen. „Das Stufenverfahren endet bei einer anhaltenden Entscheidung gegen die Impfung voraussichtlich Ende Januar 2022 im Aussprechen einer K├╝ndigung“, so der Sprecher.

Die K├╝ndigung d├╝rfte aktuell weniger als der H├Ąlfte der Angestellten der Fluggesellschaft drohen. Laut dem Sprecher liegt die Impfquote bei der Airline etwas h├Âher als diejenige der Gesamtbev├Âlkerung, welche aktuell bei 54,9 Prozent liegt.

Die Swiss hat bereits am 24. August bekanntgegeben, dass sich ihre Angestellten impfen lassen m├╝ssen. Gem├Ąss der Airline ist die konsequente Umsetzung des Impfobligatoriums f├╝r eine stabile Operation von zentraler Bedeutung. Um ab Dezember weiterhin f├╝r den Flugdienst eingesetzt werden zu k├Ânnen, m├╝sse das fliegende Personal deshalb bis zum 1. Dezember 2021 vollst├Ąndig geimpft sein.

F├╝r die Mitarbeitenden heisst das, dass sie sp├Ątestens bis zum 15. November die zweite Impfdosis erhalten m├╝ssen. Die Swiss hat laut den Angaben mit der Pilotengewerkschaft Aeropers und der Gewerkschaft Kapers, die das Kabinenpersonal vertritt, das Gespr├Ąch gesucht „und die Gespr├Ąche in die ├ťberlegungen zu den Konsequenzen einfliessen lassen“. Zuvor hatten die Tamedia-Zeitungen bereits ├╝ber die bevorstehenden K├╝ndigungen berichtet.

Kapers spricht mit Blick auf das geplante Impfobligatorium der Swiss von einer „drastischen Massnahme“, die aber gem├Ąss Gesamtarbeitsvertrag rechtm├Ąssig sei. Man werde genau darauf achten, dass Massnahmen sozialvertr├Ąglich umgesetzt werden, schreibt eine Kapers-Sprecherin auf Anfrage von AWP weiter. Aeropers will sich am Dienstag nach einer geplanten Informationsveranstaltung f├╝rs Personal zu der Impfthematik bei der Airline ├Ąussern.

(text:sda/bild:unsplash)